• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Handball

Handball: Deutsche Clubs bleiben außen vor

06.05.2019

Veszprem /Köln Die stärkste Liga der Welt guckt wieder mal nur zu, wenn der europäische Handball am ersten Juni-Wochenende in Köln den Besten seiner Besten kürt. Als letzter deutscher Club scheiterte Meister SG Flensburg-Handewitt im Viertelfinale der Champions League am ungarischen Spitzenclub Telekom Veszprem, die 22:28-Niederlage aus dem Hinspiel erwies sich als zu große Hypothek. Trotz eines furiosen Starts hieß es in Ungarn am Ende 25:29 – zum dritten Mal in Folge stieg die Handball Bundesliga vor der Endstation aus der Champions League aus.

Dabei erwischte Flensburg in Ungarn einen Start nach Maß. Keine fünf Minuten waren gespielt, da führte die SG 5:0, Veszprem erzielte erst in der neunten Minute den ersten Treffer. Doch die Gastgeber blieben cool, glichen in der 20. Minute erstmals zum 9:9 aus und ließen die Flensburger fortan nicht mehr weiter als bis auf zwei Tore davonziehen. „Nach 20 Minuten haben wir unsere Linie und unsere Lockerheit verloren“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Fünf Jahre nach dem Champions-League-Triumph der Flensburger, dem bisher letzten deutschen Titel, verliert die HBL im europäischen Vergleich erneut ein bisschen an Boden. „Natürlich wären wir gerne beim Final Four dabei, aber eben nicht um jeden Preis“, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann kürzlich der „Stuttgarter Zeitung“. Soll heißen: Kein Verein in der HBL verfügt über die Gelder, die beispielsweise Veszprem, der polnische Vertreter KS Kielce oder Frankreichs Spitzenclub Paris St. Germain zur Verfügung haben.

Dass Geld allein aber auch kein Garant für den Erfolg ist, bekam zuletzt PSG mit seinem 20-Millionen-Etat zu spüren. Das Starensemble um Deutschlands Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer verlor in der Champions League das Viertelfinal-Hinspiel in Kielce mit zehn Toren und konnte diese Hypothek im Rückspiel am Sonntag trotz eines 35:26-Erfolgs nicht wettmachen. Das kann für die kommende Saison nur eines bedeuten: den Kader aufzustocken. Kein Problem, glaubt Bohmann: „Wenn die noch mehr Geld bräuchten, würde man es ihnen wohl zur Verfügung stellen.“ Davon kann Flensburg mit seinem Etat von geschätzten sieben Millionen nur träumen.

Für das Team von Trainer Maik Machulla geht es nun mit voller Konzentration in der Meisterschaft weiter, an diesem Sonntag steht das Spitzenspiel bei Rekordmeister THW Kiel an. Gewinnen die Flensburger, ist ihnen bei dann sechs Punkten Vorsprung der dritte Meistertitel nach 2004 und 2018 wohl kaum noch zu nehmen. „Das wird eines der größten Spiele, die es gibt“, sagte der nach der Saison scheidende SG-Kapitän Tobias Karlsson. Vielleicht geht es ja im nächsten Jahr noch ein bisschen größer.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.