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NWZonline.de Sport Handball

Handball: VfL feiert einen Tag der großen Gefühle

15.05.2017

Oldenburg Wenn Radio Bremen ein Fernsehteam zum Handball-Bundesligaspiel der VfL-Frauen nach Oldenburg schickt, muss es dafür schon einen ganz besonderen Anlass geben. Und den gab es natürlich. Nicht während der Partie. Auch die TV-Leute mussten warten. Mit Spielschluss brachen dann alle Dämme. Es hieß Abschied nehmen, und es flossen Tränen, viele Tränen. Es ging in die dritte Halbzeit. Die zuvor wirklich packenden 60 Minuten zwischen dem VfL und der HSG Blomberg gerieten zunehmend zur Nebensache – wohl auch, weil die Gastgeberinnen am Ende einen souveränen 36:28 (14:13)-Sieg im letzten Saisonheimspiel feierten.

Zahlen zum Spiel

VfL Oldenburg Renner (1. – 12. Minute), Kohorst (13. – 60./15 Paraden) - Schnack 4, Martens 1, Birke 3, Müller 1, Wenzl 7/1, Smits 5, Dulfer 3, Behrend 1, Geschke 8/4, Kaiser, Hartstock, Malá 3. HSG Blomberg Veith (11 Par.), Monz - da Silva Vierra, Rüffieux 2, Klaunig, Müller 6, Gera 1, L. Petersen, Mitrovic 3/1, Stolle 4, Huber 1, Emidio Rodrigues, Cardoso de Castro 4, S. Petersen 7/2. Zeitstrafen 6:4 Minuten. Siebenmeter 7/5 - 6/3.

Da gab es nicht mehr viel zu besprechen. Jetzt war die Zeit für große Gefühle gekommen. Mittendrin Erfolgstrainer Leszek Krowicki und „meine Mädels“. Der VfL verabschiedete in Kelly Dulfer, Inger Smits, Kira Schnack, Veronika Malá, Caroline Müller und Stefanie Kaiser gleich sechs Spielerinnen. Krowicki selbst sagte nach zwölf Jahren im Verein ebenso Lebewohl wie der langjährige Torwarttrainer Sascha Vorontsov.

„Das waren zwölf wunderbare Jahre. Danke an alle, an alle Fans, an alle Helferinnen und Helfer, an den ganzen VfL und an alle Spielerinnen, die ich trainieren durfte“, wandte sich Krowicki am Hallenmikrofon mit brüchiger Stimme an sein Publikum. Nicht minder emotional richtete Spielführerin Kim Birke einen Gruß an den scheidenden Trainer. „Eigentlich wollte ich nicht heulen, aber ich möchte doch etwas sagen“, holte die Linksaußen kurz aus, um dann das auszusprechen, was alle empfanden: „Leszek, danke für alles. Du bist in den zwölf Jahren zu der Identifikationsfigur dieses Vereins geworden.“

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Auch die Kulisse wurde dem besonderen Tag gerecht. 1256 Besucher – darunter 20 ehemalige VfL-Handballerinnen, angereist aus ganz Europa – sorgten noch einmal für eine proppenvolle Arena. Sie alle sollten ihr Kommen und ihr Bleiben weit nach Spielschluss nicht bereuen, hatte der dreimalige deutsche Pokalsieger nach dem Abschiedsmarathon doch noch Großes zu verkünden.

So wurde unter dem Jubel der Fans die Vertragsverlängerung von Angie Geschke bekanntgegeben. Die 31-jährige Nationalspielerin, die im Sommer in ihre neunte Spielzeit bei den Grün-Weißen gehen wird, unterschrieb gleich für zwei Jahre bis 2019.

Bei Geschke war die Erleichterung nach zähen Verhandlungswochen schon auf dem Spielfeld sichtbar geworden. Die Torjägerin (8 Treffer) rackerte und übernahm viel Verantwortung. „Wir haben uns alle ins Zeug gelegt. Wir wollten alle diesen Sieg, für Leszek, für die scheidenden Spielerinnen“, meinte sie mit Blick auf die engagierte Leistung ihres Teams.

Die VfL-Frauen bissen sich aber zunächst die Zähne an der aufmerksamen und sehr beweglichen 6:0-Deckung des Gegners aus. Die 8:4-Führung (12. Minute) der Gäste war nicht unverdient. Krowicki reagierte, nahm eine Auszeit und beorderte Madita Kohorst für Julia Renner ins VfL-Tor. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Kohorst wehrte gleich zwei Siebenmeter ab und gab damit das Signal zur Aufholjagd. Zehn Minuten später führte der VfL mit 10:8.

Es blieb eng. Beide Teams schenkten sich nichts, keine Mannschaft konnte sich in der zweiten Hälfte absetzen. Nur gut, dass Krowicki noch Kim Birke auf der Bank hatte. Die 29-Jährige gab in der 39. Minute nach zweimonatiger Verletzungspause ihr Comeback und traf gleich mit dem ersten Wurf zum 20:19. Birke war es auch, die den VfL im zweiten Durchgang erstmals mit drei Treffern (26:23/47.) in Führung werfen konnte. Ein Dreierpack von Julia Wenzel zum 33:26 (57.) entschied schließlich diese lange Zeit hart umkämpfte Begegnung.

Otto-Ulrich Bals Autor
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