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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Torfrau treibt Karriere voran

29.10.2016

Oldenburg Das Kompliment kam aus berufenem Munde. „Unser Angriff ist heute an Madita verzweifelt. Wenn sie weiter fleißig trainiert, gehört ihr die Zukunft“, schwärmte Clara Woltering über ihre Oldenburger Kollegin. Die Worte der Handball-Nationaltorhüterin in Reihen von Borussia Dortmund haben Gewicht: Die 33-jährige Handballerin absolvierte 200 Länderspiele. „Wenn sie so etwas sagt, ist das schon was Besonderes“, freut sich Madita Kohorst.

Das Bundesligaspiel des VfL Oldenburg gegen den BVB (29:19) war auch das Torwartduell zwischen ambitioniertem Talent und abgeklärter Champions-League-Siegerin. Beide präsentierten sich am Mittwoch 60 Minuten lang in Hochform. Bei Woltering überrascht das nicht. Erstaunlich ist jedoch der Höhenflug von Kohorst, die erst vor zwei Wochen ihren 20. Geburtstag feierte. Mit blitzschnellen Reaktionen wuchs die 1,85 Meter große Torfrau erneut über sich hinaus.

Das blieb Bundestrainer Michael Biegler nicht verborgen, der sie vor kurzem erstmals in das erweiterte Aufgebot der DHB-Auswahl berief. „Madita ist eine tolle junge Torhüterin, die zu Recht nominiert wurde“, kommentierte der Tribünengast, der sich in der Arena fleißig Notizen machte. „Ich habe beim Aufwärmen erfahren, dass er da ist. Deshalb habe ich aber nicht anders gespielt als sonst“, berichtet Kohorst, die weiß, dass sie im Nationalteam wohl noch den Routiniers Woltering und Katja Kramarczyk den Vortritt lassen muss. „Beide werden sicherlich mindestens bis zur Heim-WM 2017 spielen“, setzt sich Kohorst nicht unter Druck.

Diese Unbekümmertheit ist ihr Erfolgsrezept. „Ich habe gar keine Zeit, über all das nachzudenken“, sagt die Studentin gelassen. Zwischen Hörsaal und Handball spielt sich ihr Leben derzeit ab. Bereits an diesem Sonntag (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) will sie mit dem VfL den Aufwärtstrend in der Liga gegen den Tabellenzwölften HSG Bad Wildungen fortsetzen. „Madita macht ihre Sache super. Sie ist schon sehr abgeklärt“, lobt Trainer Leszek Krowicki, der ihr zuletzt den Vorzug vor der etablierten Julia Renner gab.

2013 kam Kohorst vom TV Dinklage zum VfL und erkämpfte schnell den Stammplatz im Drittliga-Team. Als die Dänin Louise Egestorp im Sommer den VfL verließ, zögerte Krowicki nicht und gab ihr eine Chance in der Bundesliga, die Kohorst auf Anhieb nutzte. „Ich kann mich nicht beschweren“, sagt sie. Das überlässt sie lieber den verzweifelten Gegnern.

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