Wilhelmshaven - Dank einer hervorragenden Leistung haben sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Sonnabend gegen das Spitzenteam GWD Minden durchgesetzt. Der Aufsteiger bezwang vor 1325 begeisterten Zuschauern in der Nordfrost-Arena den enttäuschenden Erstliga-Anwärter verdient mit 26:22 (13:12).

Die Hausherren, die ohne Abwehrchef Steffen Köhler (Handbruch) antraten, hatten schon vor der Pause glänzend dagegengehalten. Nach Wiederbeginn kaufte der WHV den Gästen immer mehr den Schneid ab. In der 37. Minute konnten die Jade-Handballer ihren Vorsprung durch Linksaußen Lukas „Speedy“ Mertens ausbauen (16:13).

Beim Stand von 19:16 (43. Minute) prophezeite Hallensprecher Stephan Reiners: „Es liegt was in der Luft.“ Damit sollte er Recht behalten, denn Minden leistete sich immer mehr technische Fehler, während bei der Heimmannschaft René Drechsler und der überragende Torhüter Markus Bokesch aufdrehten. Zehn Minuten vor Schluss (24:18) war die Vorentscheidung gefallen.

Für WHV-Trainer Christian Köhrmann waren „eine kon­stante Abwehrleistung und ein super Torhüter der Schlüssel zum Erfolg“. Derweil bemängelte GWD-Coach Frank Carstens „die Chancenauswertung und vielen technischen Fehler“ seiner Mannen.

Wilhelmshavener HV: Bokesch (16 Paraden/1 Siebenmeter), Weiner (1) – Maas, Warnecke (n.e.), Lehmann, Kalafut (n.e.), Vorontsov 6/4, Barkow 4, Mertens 4, J. Köhler, Köhrmann 4, Kozul, Schwolow 3, Drechsler 5.