• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Handball

Das verlangt Reiseleiter Prokop

15.01.2020

Wien Wolken hingen über Wien, als Deutschlands Handballer im feinen EM-Zwirn zur heißen Turnierphase in der Stadt landeten. Das trübe Wetter passte zur dürftigen Vorrundenleistung von Kapitän Uwe Gensheimer & Co. bei der EM, die für den WM-Vierten bisher so gar nicht nach Wunsch verlaufen ist.

Auf dem knapp dreistündigen Charterflug von Trondheim in die österreichische Hauptstadt bastelte Bundestrainer und Reiseleiter Christian Prokop am Dienstag daher an einem Masterplan für den Kampf um das angestrebte Halbfinal-Ticket. „Es gibt sehr viele Einzel- oder Gruppengespräche“, berichtete Prokop: „In kurzer Zeit ist noch mehr Feuer, noch mehr Eigeninitiative gefragt.“

Das DHB-Team muss sich praktisch in allen Bereichen steigern, soll die XXL-EURO nicht zu einem ähnlichen Frusterlebnis werden wie die EM 2018, als nur Rang neun heraussprang. „Natürlich sieht man, dass wir noch nicht in den Leistungssphären sind, die man für ein Halbfinale bräuchte. Wir haben die einen oder anderen Defizite, das haben wir klar aufgezeigt bekommen“, räumte Prokop nach dem dürftigen 28:27-Zittersieg im Gruppenfinale gegen den EM-Neuling Lettland ein.

Vor dem Start in die Hauptrunde an diesem Donnerstag gegen Weißrussland gab sich der 41-Jährige dennoch kämpferisch: „Ich möchte nicht von Zielen abrücken, weil die Mannschaft es verdient, dass wir daran glauben.“

DHB-Vizepräsident Bob Hanning nahm noch vor dem Abflug aus Norwegen die Spieler in die Pflicht. „Wir müssen aus der Komfortzone raus“, forderte Hanning und benannte die unerwarteten Schwachstellen: „Wir müssen in der Abwehr deutlich aggressiver werden und brauchen jetzt auch die überragende Leistung der Torhüter. Wir haben noch genug Potenzial nach oben.“

Die Defensive war bei der glanzvollen Heim-WM 2019 das Prunkstück – und sollte es eigentlich auch dieses Mal sein. Doch das in der Vergangenheit stets stabile Bollwerk erwies sich bislang als äußerst löchrig. „Wir müssen darüber reden, warum wir es im gesamten Turnierverlauf noch nicht geschafft haben, zu unserer Abwehr zu finden“, sagte Defensivstratege Hendrik Pekeler: „Da müssen wir vielleicht andere Absprachen treffen und aggressiver zu Werke gehen.“

Zumal der DHB-Auswahl im Kampf um das Ticket für die Vorschlussrunde die bittere 26:33-Pleite gegen Titelverteidiger Spanien wie ein Klotz am Bein hängt. Selbst vier Siege in der Hauptrunde, wo Kroatien als der härteste Konkurrent gilt, könnten unter Umständen nicht zum Weiterkommen reichen. Gensheimer hat die Ansprüche deshalb heruntergeschraubt. „Man hat gesehen, dass es noch nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen tut es uns vielleicht ganz gut, wenn wir nicht ganz so weit nach vorne schauen“, sagte der 33-Jährige.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.