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NWZonline.de Sport Handball

Turnier: So wirkt EM-Aus auf Handballer 

20.01.2020

Wien Gezeichnet von einer kurzen Nacht schworen sich Deutschlands Handballer nach dem bitteren Ende aller realistischen Medaillenträume auf den EM-Charaktertest gegen Österreich ein. „Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt, dass es weitergeht. Wir haben in der Hauptrunde ein anderes Gesicht gezeigt, genauso wollen wir das fortführen, auch wenn das Ziel Halbfinale abgeschrieben ist“, berichtete Kapitän Uwe Gensheimer am Sonntag über die Teamsitzung gleich nach dem Frühstück.

Auch wenn das 24:25 gegen Kroatien bei allen Beteiligten sichtbar nachwirkte, erwartet Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), eine Trotzreaktion. „Es ist elementar wichtig für Mannschaft und Trainer, das Turnier erfolgreich zu Ende zu bringen. Es geht um den Willen und die Bereitschaft, nach solch einer Enttäuschung zurückzukommen“, sagte Hanning im Teamhotel „Hilton Garden Inn“ in der Wiener Südstadt: „Ich hoffe, dass sich die Mannschaft der Verantwortung bewusst ist und uns das gelingt.“

Die Partie gegen Co-Gastgeber Österreich an diesem Montag (20.30 Uhr/ARD) wird also zum Charaktertest für Gensheimer & Co. „Ich habe in die Mannschaft reingehorcht und eine klare Antwort bekommen: Wir wollen weiter Vollgas geben“, verkündete Bundestrainer Christian Prokop: „Es ist ganz wichtig, dass wir die EM nach der ersten Enttäuschung noch intensiv nutzen.“

Auf das im Kampf um den Einzug ins Halbfinale benötigte Handball-Wunder hoffen selbst die größten Optimisten im deutschen Lager nicht mehr. „Die Chance liegt im Promillebereich. So betrunken kann ich gar nicht sein, das zu glauben“, sagte Hanning. Die EM-Reise kann aber immer noch in Stockholm enden – wenn auch nur im ungeliebten Spiel um Platz fünf. Dazu müssen Siege gegen Österreich und zum Abschluss der Hauptrunde gegen Tschechien her.

Gegen Kroatien hatte das deutsche Team zeitweise mit fünf Toren geführt. Gegen Ende leistete sich die DHB-Auswahl aber zu viele technische Fehler und brachte die Kroaten damit zurück ins Spiel. Beste Werfer des deutschen Teams vor 9307 Zuschauern waren Gensheimer, Tobias Reichmann, Timo Kastening und Philipp Weber mit je vier Treffern. Die Bühne allerdings gehörte lange Zeit dem herausragenden Torhüter Andras Wolff sowie dem Defensivverbund um Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek. Durchschnittlich sahen 6,4 Millionen Menschen die ZDF-Übertragung der Partie. Das entsprach einem Marktanteil von 20,7 Prozent. Es war die bislang beste Quote für ein deutsches Spiel bei der EM.

Anlass zu einer Trainerdiskussion sieht Hanning nicht. Es gebe „im Moment überhaupt keinen Bedarf, darüber zu sprechen. Ich gehe auch nicht davon aus, dass es nach dem Turnier dazu kommt.“

Immerhin steht Mitte April für Prokop und seine Mannschaft schon der Kampf um das Olympia-Ticket an. „Deshalb sollten wir das Turnier tunlichst nicht als beendet ansehen und dafür sorgen, dass wir nach Stockholm kommen und diese positive Energie dann ins Qualifikationsturnier nach Berlin mitnehmen“, forderte Hanning.

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