Aue/Wilhelmshaven - Mit der höchsten Auswärtsniederlage seit Mai 2011 im Gepäck ist Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV vom Gastspiel beim EHV Aue zurückgekehrt. Bei den Sachsen verlor die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann vor 1000 Zuschauern mit 24:34 (9:16).
„Wir hatten uns viel vorgenommen, konnten davon aber in der ersten Halbzeit sehr wenig umsetzen“, sagte der Trainer. Trotz der optimalen Vorbereitung (der WHV war bereits am Freitag angereist) verschlief das Team die Anfangsphase und war immer einen Schritt zu spät. Köhrmann nahm schon nach neun Minuten beim 1:5-Rückstand eine Auszeit, weil „meine Mannschaft emotional nicht auf dem Platz war“. Nach 15 Minuten musste der glücklose Torhüter Markus Bokesch dann Adam Weiner Platz machen, der allerdings noch unter den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung litt und so auch nicht die von ihm gewohnte Leistung bringen konnte.
Der auch beim Spiel in Aue wiederum beste Schütze des WHV, Tobias Schwolow, wurde zeitweise in Manndeckung genommen. René Drechsler, mit einem Daumenbruch aufgelaufen, konnte zumindest auf 7:9 (18. Minute) verkürzen. Es schien so, als wären die Gäste nun im Spiel. Der körperlich robustere EHV legte danach aber wieder zu und ging mit einer 16:9-Führung in die Pause.
Ganz anders begannen die Gäste den zweiten Abschnitt. Der WHV wollte sich noch ein besseres Ergebnis erarbeiten, das beim 23:27 (55.) fast geschafft war. Die Vorstellung in den letzten fünf Minuten machte aber wieder alles zunichte. Die heimstarken Erzgebirgler legten einen 7:0-Lauf hin. „Unsere Leistung in der zweiten Hälfte war super, dauerte aber nur 25 Minuten. So gab es doch noch eine Zehn-Tore-Klatsche“, analysierte Köhrmann.
WHV: Bokesch, Weiner - Maas 3, Warnecke n.e., Kalafut n.e., Vorontsov 2, S. Köhler 2, Barkow 1, Mertens, J. Köhler, Köhrmann n.e., Kozul, Schwolow 10/3, Drechsler 6.
