Hannover - Trotz der Corona-Krise haben gut 90 Prozent der niedersächsischen Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als gut bis befriedigend bewertet. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Umfrage der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen (LHN) unter insgesamt 2400 Betrieben hervor.
50 Prozent gaben ihre Lage im Juli demnach mit gut und 39 Prozent als befriedigend an. „Insgesamt ist die Lage im Handwerk damit weiterhin robust“, sagte der Vorsitzende der Kammer, Karl-Wilhelm Steinmann. 10 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Lage als ungenügend.
Allerdings machten weniger junge Menschen eine Ausbildung im Handwerk als noch im Vorjahr. So gingen nach Angaben der LHN im Juli 14 Prozent weniger Ausbildungsverträge ein. Im Mai dieses Jahres seien es noch 28 Prozent weniger gewesen.
Aktuell seien noch 5000 bis 6000 Ausbildungsstellen zu besetzen, machte Steinmann deutlich. „Bis Ende des Jahres kann sich noch beworben werden“, ließ der Vorsitzende verlauten.
