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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft Handwerk

Sanfte Erleuchtung für ein Ruderboot

16.06.2018

Brettorf Zugegeben – bei der Fahrt durch das Dorf Brettorf denken Besucher nicht gleich an Strand, Meer oder Wassersport – bis zum Jadebusen sind es noch über 60 Kilometer. Doch im Haus von von Antje Kläner und Hartmut Lindner wird es in Zukunft dennoch einen Hauch von Seemanns-Stimmung geben. Kläner und Lindner, beide selbst begeisterte Ruderer, wollen ihrem Flur einen besonderen Charme verleihen und ein altes Holz-Ruderboot als Flurlampe umwidmen.

Weil sie selbst nicht genau wissen, wie sie das am besten anstellen können, so dass der Flur im Winter hell genug und dennoch gemütlich erscheint, haben sie sich bei der NWZ beworben und bekommen jetzt Unterstützung vom Handwerkerteam. Abonnenten konnten bei einer großen Aktion der NWZ in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Oldenburg Probleme sowie Wünsche für ihr Zuhause melden. Kläner und Lindner hatten Glück und wurden ausgewählt: Die H-Team-Experten Carina Harders und André Kramer von Harders Lichtideen stehen bei dem ausrangierten etwa 40 Jahre alten Holzboot und tüfteln das neue Lichtkonzept aus.

Skiff als Dekoration

„Ein Spant war gebrochen, die Reparatur lohnte sich nicht mehr“, erklärt Hartmut Lindner den Grund, weshalb das Boot nicht mehr im Wasser, sondern an der Decke eingesetzt wird. Den sogenannten Skiff haben die Wassersportler mit einer Säge zweigeteilt, sonst hätte es von der Länge nicht in den Flur gepasst.

2014 haben Lindner und Kläner das Haus in Brettorf gebaut. Schnell war klar: „Die lange Diele braucht besonderen Schmuck“, sagt Antje Kläner. Da habe es sich angeboten, die gemeinsame Ruder-Leidenschaft als Deko aufzugreifen. Ihr Lebenspartner ergänzt: „Ich bin bisher noch nicht so richtig in die Hufe gekommen, weil ich nicht wusste, wie wir es angehen sollen. Daher war das jetzt mit dem H-Team eine super Gelegenheit.“ Die Leser sind beide ein wenig in Sorge um das alte Ruderboot. Nichts darf bei der Umarbeitung schiefgehen, sonst ist es ramponiert.

An die Decke gebracht hat Hartmut Lindner das halbierte Boot schon, bisher aber noch aushilfsweise mit Bändern. Das soll so nicht bleiben, sondern irgendwie eleganter werden. Außerdem ist das gute alte Stück immer noch einen Tick zu lang für den Flur. „Dann bekommen wir unsere Dachbodenluke leider nicht mehr auf. Das geht natürlich nicht.“ Antje Kläner zeigt an die Decke. Noch gut 20 Zentimeter ragt der Bug über die Klappe, so viel muss also noch ab.

Carina Harders und André Kramer haben gleich beim Anblick des Bootes verschiedene Ideen. „Um den Eingangsbereich ein wenig freundlicher und geräumiger wirken zu lassen, könnte man LED-Leisten oberhalb anbringen, die dann gegen die Decke strahlen und schönes, warmweißes, indirektes Licht abgeben“, schlägt Carina Harders vor. Um den Lesern zu verdeutlichen, welchen Effekt das haben könnte, legt André Kramer ein Leuchtband auf das Kunstobjekt. „Ja, das gefällt mir“, gibt Antje Kläner sofort ihre Zustimmung und auch ihr Lebensgefährte nickt.

Dimmbares Licht

In den Innenraum des Bootes werden ebenso probehalber hellere LED’s hineingelegt. „Diese Leisten gibt es auch dimmbar“, erklärt Harders. „So kann man entscheiden, ob man es wirklich hell braucht oder nur Ambiente-Licht anschalten möchte, um das Boot in Szene zu setzen.“

Die Leuchtdioden sollen in ein Aluminium-Profil mit Milchglasplatte gesetzt werden, so dass sie eine gleichmäßige Lichtleistung abgeben und nicht „punktig“ wirken, so der Vorschlag der Beleuchtungsexperten.

Ein bisschen skeptisch sind Kläner und Lindner wegen dieser Technik und wollen wissen, welche Lebenserwartung solche LED-Lämpchen haben. Carina Harders kennt die Antwort: „Sie leuchten etwa 30 000 Stunden. Wenn man sie also vier Stunden täglich brennen lässt, halten sie rund zwanzig Jahre.“ Außerdem seien immer Teilbereiche problemlos austauschbar. Der Vorteil dieser Beleuchtungstechnik sei eindeutig, dass sie kaum Wärme abgebe. „Das ist bei einem Holzobjekt natürlich besonders wichtig“, hebt André Kramer hervor.

Ein rundes Loch ist schon im Boot, ein zweites soll hinzukommen. „Da könnten bündig zwei Strahler eingesetzt werden, die schwenkbar sind, so kann man einzelne Flurelemente auch noch heller ausleuchten.“ Die Expertin schlägt eine getrennte Schaltung vor – einen Taster für die großen Strahler, einen für die LED’s. Weil Kläner und Lindner zwei getrennte Schaltkreise im Flur verlegt haben, wäre diese Option laut André Kramer kein großer Aufwand.

Neue Idee entwickelt

Während der Expertenbegutachtung kommt allen gemeinsam noch eine weitere Idee: Den zweiten, abgeschnittenen Teil des Bootes haben Kläner und Lindner natürlich nicht entsorgt. „Man könnte diesen Teil als Gag ja noch in der Küche weiterlaufen lassen, dann ist das Boot optisch fast komplett“, freut sich Antje Kläner. Platz wäre auch im Küchenbereich genug. Die NWZ-Leser sind zufrieden. „So haben wir jetzt ein richtiges Konzept und können Schritt für Schritt vorgehen. Die Beratung hat super geholfen“, lobt Hartmut Lindner.

Um die Farben für die Strahler und die Kette zur Aufhängung des Bootes an der Decke auszusuchen, werden die Brettorfer noch einmal ins Geschäft von Harders Lichtideen kommen.

Die Experten rechnen für die Materialkosten etwa mit einem Preis von 300 Euro. Personalkosten kommen noch hinzu. Die erste Beratung vor Ort war für die NWZ-Leser kostenlos, außerdem beteiligt sich die NWZ mit 200 Euro.

Imke Harms
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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