• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Handwerksbeilage

In Schweden tickt die Kfz-Ausbildung anders

23.11.2019

Klein-Scharrel – Ein Erlebnis der besonderen Art sorgte im September dieses Jahres für spannende Momente bei Mirco Brinker. Der Kraftfahrzeugmechatroniker-Azubi im dritten Lehrjahr bei Renault Elstermann in Klein-Scharrel am Küstenkanal konnte im Rahmen eines Auslandspraktikums einen Kfz-Betrieb in Schweden kennenlernen. „Das war schon eine tolle Sache“, erzählt der 23-Jährige, „zum einen hatte ich das Glück und erhielt von meinem Chef die Erlaubnis zu dieser Auslandsreise und zum anderen waren das vier erlebnisreiche Wochen, die mir sehr viel, auch beruflich, gebracht haben. Und natürlich bin ich meinem Chef Mark Elstermann sehr dankbar, dass er mir dieses Praktikum ermöglicht hat.“

Erasmus+ bietet Auslandserfahrung

In der Berufsbildenden Schule Rostrup hatte ein Lehrer die Möglichkeit eines Auslandspraktikums, das im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ von der Handwerkskammer Oldenburg angeboten wird, vorgestellt. „Das fand ich sehr spannend und nach Rücksprache mit meinem Chef habe ich mich auch beworben“, so der Auszubildende, der in Hilkenbrook zu Hause ist. Die 1.800 Kilometer lange Anfahrt bewerkstelligte Mirco Brinker in drei Tagen mit seinem kleinen VW Fox. „In meinem Zielort im nordschwedischen Skelleftea wurde ich von meinem dortigen Lehrer und Betreuer bereits erwartet“, so der Azubi. „Bevor er mir meine Unterkunft in einem Studentenwohnheim zeigte, hatte ich noch die Möglichkeit, mich im Supermarkt mit Lebensmitteln einzudecken. Es war zwar Sonntag, aber in Schweden haben die Geschäfte auch dann geöffnet.“

Einziger Azubi im Kfz-Betrieb

Am nächsten Tag ging es in meinen Praktikumsbetrieb, einer großen Kfz-Werkstatt der Marken Volvo, Dacia und Renault. „Es war schon etwas ungewohnt für mich“, erzählt Mirco Brinker, „dass ich dort der einzige Azubi war. Denn in Schweden werden die Kfz-Auszubildenden in der Berufsschule und nicht im Betrieb ausgebildet. Die Schulen sind mit Topp-Werkstätten ausgestattet, wo die Kunden auch ihre Autos zur Wartung und zur Reparatur hinbringen können.“ Auch an den etwas anderen Umgang mit den Kunden musste sich der Praktikant aus Deutschland gewöhnen. Der Kunde wendet sich direkt an den Monteur seines Vertrauens und bespricht mit ihm die Details. Auch die Rechnung wird letztendlich vom Monteur ausgestellt. „Dadurch entsteht ein ganz besonderes Kunden-Monteur-Vertrauensverhältnis“, berichtet der Azubi, „so ist auch das ganze Arbeitsklima total entspannt.“

23-Jähriger auf der Titelseite

Natürlich gab es auch reichlich Gelegenheit, Land und Leute kennenzulernen. Die Sprachverständigung erfolgte in englischer Sprache. „Das war für mich kein Problem und für die Leute dort sowieso nicht, da auch alle ausländischen TV-Filme in Englisch mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden.“ Ein besonderes Erlebnis war für Mirco Brinker die Teilnahme an einer Elchjagd. Aber auch zum Wandern, einem Hobby des Azubis, gab es reichlich Gelegenheit in der wunderschönen schwedischen Landschaft. „Ein Highlight dabei war, dass ich das Nordlicht sehen konnte“, so Mirco Brinker. Und auf die Titelseite der Tageszeitung hat es der 23-Jährige auch gebracht. „Da ich der erste Praktikant aus Deutschland in Skelleftea war, war das wohl etwas Besonderes“, so der Auszubildende vom Autohaus Elstermann.


     www.autohaus-elstermann.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.