Visbek/Emstek - Jetzt ist wieder Daumendrücken angesagt. Der Emsteker Niclas Fangmann steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums als Elektroingenieur (FH) – und kann sich schon im Vorfeld der Bachelor-Prüfung über viele Glückwünsche freuen: Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks belegte der 23-jährige in seinem Berufsfeld zunächst vor einem Monat den ersten Platz im Handwerkskammerbezirk Oldenburg. Jetzt legte er nochmal nach: Am heutigen Montag erhält der Emsteker die Urkunde als Landessieger.

Ja, er habe sich schon als Kind für Elektrotechnik interessiert, bestätigt Niclas Fangmann im Gespräch. Trotzdem sei schon der Kammersieg für ihn überraschend gekommen – und jetzt ist er auch noch Landessieger: „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet,“ freute er sich unmittelbar nach der Bekanntgabe.

Das Interesse an der Elektrotechnik wurde vom Vater geweckt, der in dieser Branche arbeitet. Spätere Praktika überzeugten den Emsteker dann endgültig, dass er mit seinem Berufswunsch Elektroniker richtig lag. Bei seiner Ausbildung entschied sich Niclas Fangmann für das duale Studium an der FHWT Vechta, Diepholz, Oldenburg. Im Rahmen des Studiums schloss er jetzt die Lehre zum Elektroniker in der Fachrichtung Automatisierungstechnik ab – mit zwei besonderen Auszeichnungen.

Das Ausbildungskonzept, Berufsausbildung und Studium in einem Zug zu durchlaufen, hatte ihn von Anfang an überzeugt, weil es Theorie und Praxis perfekt verbindet. Und mit der Visbeker SCHULZ Systemtechnik GmbH fand er als Ausbildungsbetrieb seinen Wunschpartner, den er schon von einem Praktikum kannte.

Diese international aufgestellte Unternehmensgruppe im Landkreis Vechta beschäftigt über 840 Mitarbeiter an diversen Standorten und entwickelt Automatisierungstechnik für Industrie, Landwirtschaft, Gebäude und Neue Energien. Das Unternehmen steht damit auch beispielhaft für die Vielseitigkeit des Berufsfeldes Elektroniker. „Dort habe ich eine Lehre mit vielen interessanten Einblicken genossen“, resümiert Niclas Fangmann.

Auf eine gute Ausbildung wird bei SCHULZ Systemtechnik viel Wert gelegt. „Gruppenweit bilden wir derzeit 85 junge Menschen in den unterschiedlichsten Berufen und Berufsfeldern aus“, sagt Ausbildungsleiter Clemens Krieger. Und weil das Unternehmen Automatisierungslösungen in neun verschiedenen Fachbereichen bietet, ist eine Lehre zudem sehr abwechslungsreich. „Das macht Firma SCHULZ zu einem begehrten Ausbildungsbetrieb,“ freut sich Krieger.

Eine Einschätzung, die Niclas Fangmann ohne Wenn und Aber teilt: „Man kommt auf die Baustellen, ist bei der Projektplanung dabei und erhält Einblicke in die Programmierung“. Hier macht sich für interessierte junge Menschen bezahlt, dass Schulz Systemtechnik heute einer der führenden Entwickler von Automatisierungslösungen verschiedenster Branchen ist. Gegründet wurde das Visbeker Unternehmen 1954 als klassischer Handwerksbetrieb für Elektroinstallationen.

Von Anfang an engagierte sich SCHULZ bei der Produktion von Agrarsystemen, da sich die Wurzeln des Unternehmens inmitten des europäischen Zentrums der Veredelungsindustrie und der Tierwirtschaft befinden. Von zentraler Bedeutung ist heute das Geschäftsfeld Industrieautomation mit einer Planungsabteilung an modernen CAD-Arbeitsplätzen, einer eigenen Softwareentwicklung sowie erfahrenen Monteuren, deren Engagement von der Planung, Software-Engineering, Schaltanlagenbau, Montage bis zur Überwachung der Inbetriebnahme reicht. Hinzu kommt das Betätigungsfeld der Erneuerbaren Energien mit den Schwerpunkten Photovoltaik, Windenergie, Holzgaserzeugung und Biogastechnik. Auch auf den Bau mechanischer Sondermaschinen und den Einsatz individueller Robotikanwendungen hat sich die Unternehmensgruppe spezialisiert und bietet somit die optimale Ergänzung zu den zahlreichen Automatisierungsaufgaben. Das vielseitig aufgestellte Unternehmen entwickelt individuell auf den jeweiligen Kundenwunsch zugeschnittene Lösungskonzepte. Daraus resultiert auch die vielschichtige Kundenstruktur, zu der international bedeutende Konzerne der Lebensmittelproduktion, der pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie der Automobilbaubranche gehören.