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NWZonline.de Handwerksbeilage

Feinwerkmechaniker: Mit dem Auto nach Totnes

15.02.2019

Der sichere Sprachgebrauch von Englisch ist in einem international arbeitenden Betrieb wie ALJO genauso wichtig wie Teamfähigkeit oder das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und betrieblicher Abläufe. Neben der Kooperation mit regionalen und überregionalen Firmen gibt es darum seit langem für alle ALJO-Azubis regelmäßigen Englischunterricht im Hause. „An dem vierwöchigen Auslandpraktikum teilnehmen dürfen aber nur die Besten. Es ist quasi ein Bonus“, erklärt Ausbildungsleiter Jörn Mönnich. Schließlich muss das Ganze auch von der Schule bewilligt werden. Gute Leistungen sind Pflicht, um alles aufholen zu können, was in dem Monat verpasst wird.

In verschiedenen Betrieben und Familien untergebracht, schnupperten Tobias, sein sich ebenfalls im dritten Lehrjahr zum Feinwerkmechaniker befindlicher Kollege Nico Hennemann und Melanie Garms, die bei ALJO eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement macht, so einmal intensiv ins Arbeitsleben jenseits der deutschen Grenzen hinein.

Los ging es Mitte September nach der 23-stündigen Anreise per Auto mit einem einwöchigen Sprachkurs in Cambridge. Auszubildende aus Thailand, Saudi Arabien, Japan oder Schweden lernten die Wesermarschler dabei kennen. Anschließend wurde drei Wochen lang in den jeweiligen Betrieben ordentlich zugepackt. Wichtig war den jungen Leuten, mit dem Auto anzureisen, um sich in der Freizeit im Land umschauen zu können. Und das haben sie an den Wochenenden ausgiebig genossen.

Nico interessierte die Lasertechnik

„Ich arbeitete in einer kleinen Firma für Automatisierungstechnik mit 27 Mitarbeitern“, berichtet Nico. Der 18-Jährige fand besonders die Lasertechnik, mit der das Blech direkt von der Rolle zugeschnitten wird, sehr interessant. „Die Engländer kaufen sehr wenig ein. Teile, beispielsweise für die Bahn oder auch für Siemens, werden selbst gefertigt“, so die Erfahrung, die auch sein Kollege Tobias gemacht hat.

Tobias beeindruckt von Dampflokomotiven

Dieser absolvierte sein Praktikum auf einem Bauhof der South-Western-Railway. Dort wurden alte Dampflokomotiven instand gesetzt. Komplett neue Teile, wie etwa große Boiler hat Tobias dafür gebaut. Ganz beeindruckt war er davon, wie eine 110 Tonnen schwere Lok auf einen LKW verladen wurde. „Elf Meilen ist der gefahren, nur um sie am Ende am Ausgangspunkt umgedreht absetzen zu können.“

Ein ganz besonderes Erlebnis für Tobias war, unter der Aufsicht von zwei Kollegen eine der alten Dampfloks über die Gleise steuern zu dürfen. Doch berufsmäßig bleibe er lieber bei dem, was er mache, lacht er auf Nachfrage.

Die Ausbildung ist in England ähnlich wie hier. Gearbeitet wird – auch freitags – von 8 bis 17 Uhr. Typisch Englisch ist die „Teatime“ als eine oft vom Arbeitgeber genehmigte Pause.

Mit den Kollegen haben sich alle toll verstanden, die Gasteltern waren nett und das englische Essen schmeckte gar nicht so schlecht wie sein Ruf, so das Fazit. Sogar zwei Kilo mehr habe die Waage nach der Rückkehr angezeigt, doch die seien inzwischen wieder weg, verrät Nico.

Eine „Spaßfahrt“ sei so ein Auslandspraktikum allerdings nicht, betont Jörn Mönnich, der bei ALJO neben vier Praktikanten 22 Auszubildende in sieben verschiedenen, überwiegend technischen Berufsfeldern betreut. Selbstbewusster und reich an Englischkenntnissen sind seine Schützlinge auch dieses Mal wieder heimgekehrt. „Und solange ALJO Arbeit hat, werden nicht nur diese drei Auszubildenden gerne nach ihrer Abschlussprüfung übernommen. ALJO bildet schließlich für den Eigenbedarf aus“, sagt er. Ende des Jahres haben Nico und Tobias ausgelernt.

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