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NWZonline.de Handwerksbeilage

Flüchtlinge im Handwerk willkommen

05.02.2016

Region Die Integration von anerkannten Flüchtlingen und Asylbewerbern mit einer hohen Bleibeperspektive ist eine Aufgabe, die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam meistern können. „Allerdings brauchen Betriebe und Jugendliche Rechts- und Planungssicherheit sowie spezielle Beratungs- und Begleitangebote“, gibt Wolfgang Jöhnk zu bedenken. Der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung bei der Handwerkskammer Oldenburg nennt zudem eine frühzeitige Sprachförderung als weitere Grundvoraussetzung dafür, dass für beide Seiten eine Ausbildung zum Erfolg werden kann.

Das vom Handwerk in Niedersachsen initiierte Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber (IHAFA) zielt darauf ab, diese jungen Menschen auf eine Ausbildung oder Umschulung vorzubereiten und sie in den ersten Monaten ihrer Ausbildung zu begleiten. Die Feststellung der fachlichen Eignung der Programmteilnehmer steht im Mittelpunkt in einer dreiwöchigen Einstiegsphase in den Berufsbildungszentren des Handwerks. Im Anschluss absolvieren die Teilnehmer fünf Wochen lang Praktika in Handwerksbetrieben. „Die Flüchtlinge bekommen eine berufliche Bildung und die Handwerksbetriebe können ihren Nachwuchs sichern“, spricht Jöhnk von einem Gewinn für beide Seiten. „Die Zuwanderung von Flüchtlingen ist also eine Chance, das Fachkräfteproblem ein Stück weit zu lindern. Das Ziel muss sein, Flüchtlinge zu Fachkräften zu entwickeln.“

Eine Umfrage der Handwerkskammer Oldenburg bei den Ausbildungsbetrieben macht deutlich, dass die Bereitschaft groß ist, Flüchtlinge zu unterstützen und ihnen im Rahmen eines Praktikums oder einer Ausbildungsstelle eine Chance im Unternehmen zu geben. Gleich 250 Betriebe haben geantwortet, dass Sie aktiv helfen möchten. Die Umfrage zeigt aber auch, dass viele Betriebsinhaber Fragen zum Spracherwerb und zu Einstellungsvoraussetzungen von Auszubildenden haben.

Für ein Praktikum sollte der Spracherwerb auf Niveaustufe A2 erreicht sein. Damit ist eine Verständigung in einfachen, routinemäßigen Situationen möglich, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Zu Beginn einer Ausbildung sollte die Niveaustufe B1/B2 erreicht sein. In Betrieben, in den Personen mit gleicher Muttersprache tätig sind, kann hiervon abgewichen werden. Der gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen ist in sechs Niveaustufen unterteilt: A1/A2 = Elementare Sprachverwendung, B1/B2 = Selbstständige Sprachverwendung und C1/C2 = Kompetente Sprachverwendung.

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