Wir haben unseren Fokus auf die Ausbildung und die Auszubildenden gelegt. Nur wenn es uns gelingt, als mittelständisches Unternehmen für junge Menschen attraktiv zu bleiben, können wir im Wettbewerb nachhaltig bestehen!“, so Harald Meyer, Inhaber von Meyer Technik. Das Unternehmen in Ganderkesee hat vier strategische Geschäftsbereiche: Gebäudetechnik, Energietechnik, Automation und Anlagentechnik. Bei Meyer Technik werden zurzeit 30 junge Menschen ausgebildet und das in vier verschiedenen Berufen: Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Elektroniker für Betriebstechnik, Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik und Kauffrau/-mann für Büromanagement.

„Die Auszubildenden werden bei uns nicht alleine gelassen“, verspricht Geschäftsführer Lukas Bäcker. So ist Carolin Wachtendorf für die Organisation der gesamten Ausbildung zuständig und Elektrotechnikermeister Matthias Wilken als betrieblicher Ausbilder fungiert als Schnittstelle zwischen Auszubildenden, ausbildender Fachkraft und der Berufsschule. Im letzten Jahr bekam Meyer Technik für das Projekt „azubijump“ den 2. Preis bei „PIA 2015“. Mit dieser innovativen Seminarreihe, die über die gesamte Ausbildungszeit läuft, werden Auszubildende auf das Berufsleben vorbereitet.

Ein weiteres Ausbildungsprojekt: „Wir haben in der Vergangenheit viele neue Mitarbeiter einstellen können, jetzt benötigen wir einfach mehr Platz“, sagt Geschäftsführer Lukas Bäcker. Seit einigen Monaten läuft der Erweiterungsbau am Firmensitz in Ganderkesee. Rund 400 Quadratmeter an zusätzlicher Bürofläche und rund 215 Quadratmeter an Lagerfläche werden im kommenden Jahr zusätzlich zur Verfügung stehen. In diesem Neubau wird es viel Elektrotechnik geben und so hat Meyer Technik mit dem Erweiterungsbau gleichzeitig ein Ausbildungsprojekt gemacht. Im August dieses Jahres haben insgesamt 13 neue Auszubildende bei Meyer Technik angefangen, sechs davon für den Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik. Bevorzugt können sich diese sechs jungen Auszubildenden abwechselnd auf der hauseigenen Baustelle einfach etwas zutrauen, nach dem Motto: „Praxis pur“!

„Wenn hier ein Arbeitsgang einmal etwas länger dauert oder wenn mit der Wandfräse ein Kanal für die Kabel geschlitzt wird und hier klappt es nicht auf Anhieb auf den Millimeter genau, dann ist es nicht schlimm“, erklärt Lukas Bäcker. Aber auch hier wird der Auszubildende nicht alleine gelassen, sondern alles geschieht unter fachlicher Anleitung eines erfahrenen Monteurs. Aber auch neben diesem Bauprojekt werden Auszubildende seit Jahren an der sogenannten „Brettmontage“ geschult. „Immer im Wechsel gehen einige Auszubildende nicht mit auf die jeweilige Baustelle, sondern werden hier gezielt gefördert. Die Auszubildenden werden laufend von dem jeweiligen verantwortlichen Ausbilder bewertet. Ergeben sich auf einem Gebiet Schwächen, dann bekommt dieser Auszubildende eine gezielte Schulung. Nicht umsonst sind die Auszubildenden aus dem Hause Meyer Technik bei den Abschlussprüfungen so erfolgreich.

Wenn der Erweiterungsbau abgeschlossen ist, soll eine Werkstatt extra für Auszubildende installiert werden. Bei Meyer Technik wird nichts dem Zufall überlassen.

Dirk Wieting