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Innovationspreis Littwin Systemtechnik mit Preis ausgezeichnet

Wolfgang Wittig

Oldenburg - Wer kennt sie nicht, die Notrufsäulen an den Autobahnen, die in einem Abstand von zwei Kilometern zu finden sind? Auch im Smartphone-Zeitalter werden sie noch gebraucht. Denke man nur an die zum Teil schlechte Netzverbindung der Handys. Die Kommunikationswege funktionieren aber nur, wenn die Steuerungssignale per Kabel entlang der Säulen auch reibungslos funktionieren. Das Oldenburger Handwerksunternehmen Littwin hat sich auf die Überwachung von Kommunikationstechnik spezialisiert.

Überwachung von Kommunikations- und Gasversorgungsleitungen

Mit seinem Team aus Meistern, Technikern und Ingenieuren hat das Unternehmen ein Produkt (KÜ705-FO) entwickelt, mit dem Ader-Brüche in den Kupfer-Kommunikationskabeln erkannt werden und der Ort der Bruchstelle bis auf eine 97-prozentige Genauigkeit geortet werden kann. Auch die Kommunikationsleitungen, die Gasversorgung und -verteilung entlang von Gasversorgungsleitungen werden deutschlandweit überwacht. Über die Kommunikationsleitungen werden z.B. Schieber usw. gesteuert, die den Gasfluss regeln bzw. steuern. Für diese Entwicklung wurde Littwin Systemtechnik im November 2019 mit dem „Innovationspreis des Niedersächsischen Handwerks“ ausgezeichnet. Seit 1983 wird der Innovationspreis alle drei Jahre von der Karl-Möller-Stiftung in Hannover an ideenreiche, kreative und innovative niedersächsische Handwerksbetriebe verliehen.

Die Firma Littwin Systemtechnik wurde im Jahr 2011 von Jörg Littwin und dessen Vater Arnold gegründet. Der Handwerksbetrieb, der sich auf über 30-jährige Praxiserfahrungen berufen kann, entwickelt und produziert Produkte (Hard- und Software) für die Bereiche Störmeldesysteme/Fernwirktechnik, Kabelüberwachung und Energie-Management.

Exakte Ortung für Aderbrüche

Hinter der jetzt preisgekrönten Entwicklung KÜ705-FO verbirgt sich ein Modul, das Aderbrüche in Kupferkommunikationskabeln erkennen und den Ort der Bruchstelle verraten kann. Diese Ortung musste bisher mit mobilen Messgeräten durchgeführt werden. „Das hatte mehrere Nachteile“, sagt Jörg Littwin, „die Anschaffungskosten waren sehr hoch und die zu geringe Messreichweite von 15 Kilometern war zudem sehr zeitaufwendig. Entlang der Autobahn liegen zwischen zwei Kabelhäusern oftmals 15 bis 20 Kilometer. Gab es hier einen Aderbruch, musste ein Techniker-Team mit einem mobilen Messgerat zu einem der Häuser fahren und eine Messung machen. Lag der Aderbruch zufällig mehr als 15 Kilometer entfernt, musste das Team noch einmal das andere Haus ansteuern und von dort aus messen. Das kostete viel Zeit.“

Jörg Littwin weiß, dass er ein starkes Team hinter sich hat: „Die Auszeichnung mit dem Innovationspreis ist für unser gesamtes Team ein großes Highlight. Mit der Auszeichnung wurde nachdrücklich die Wertschätzung unserer Mitarbeiter hervorgehoben und hat für die weitere Arbeit einen unheimlichen Motivationsschub ausgelöst.“

Entscheidend mit beigetragen, sich für den Preis zu bewerben, hat unter anderem die Handwerkskammer Oldenburg. „Wir haben das Beratungsangebot der Kammer intensiv wahrgenommen und eine großartige Zusammenarbeit erfahren dürfen“, so Imke Littwin. Die Diplom-Kauffrau ist für das Controlling zuständig.

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