Klein Henstedt - Teilweise weite Anfahrten nahmen die Obstfreunde aus Delmenhorst, Oldenburg, Wildeshausen und Harpstedt in Kauf, um Neues über fast schon vergessene Apfelsorten zu erfahren. Auf dem BUND-Hof Wendbüdel in Klein Henstedt bestand im Rahmen des „Apfeltages“ die Möglichkeit, mehr rund um die leckeren Herbstfrüchte zu erfahren.
Henning Greve kennt die alten Apfelsorten. Er ist BUND-Mitglied und kam von Syke nach Klein Henstedt. Im Gepäck hatte er 40 verschiedene traditionelle Apfelsorten, die er vorstellte und gerne Fragen dazu beantwortete. Schon im März des Jahres hatte Greve die Obstbaumveredlung auf dem Hof vorgestellt.
Betriebsleiter Dr. Wulf Carius freute sich über den regen Zuspruch von Garten- und Obstfreunden. „Unser Ziel ist es, alte Sorten aktuell zu machen. Sie sehen optisch oft nicht so gut aus, wie die Äpfel in den Regalen der Verkaufslä-den, aber sie sind saftiger und sehr gut im Geschmack“, schwärmte Dr. Carius.
Das sprichwörtliche Wasser lief dann auch im Munde zusammen, denn eine Verkostung gab es natürlich auch. Und auch Fragen zu mitgebrachten Äpfeln wurden ebenso beantwortet.
Auch die Mädchen und Jungen sowie deren Eltern des BUND-Waldkindergartens in Harpstedt waren mit nach Klein Henstedt gekommen. Gemeinsam galt es, die Äpfel klein zu schneiden. Dann wurden sie in einer Mühle mit Muskelkraft zerkleinert und schließlich ebenso schweiß-treibend in der Saftpresse ausgedrückt.
Ein schmackhaftes Erlebnis, denn probieren konnte man den frisch gepressten Apfelsaft auch. Die Früchte für das Auspressen stammten aus dem eigenem Anbau des BUND-Hofes.
