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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Harpstedt

Dankbar für Geschenk der Natur

27.09.2019

Dünsen „Ich bin dankbar, dass die Natur so viel gibt“, freut sich Erika Harnisch. Die Dankbarkeit der Seniorin aus Dünsen ist in diesen Tagen besonders groß: Sie hat den Pilzfund ihres Lebens gemacht. Insgesamt elf Riesenbovisten fand die Pilzsammlerin an einer Stelle in Dünsen – wo genau, verrät sie allerdings nicht. „Der größte wiegt 7,5 Kilogramm, alle zusammen 22,5“, nennt sie die beeindruckenden Zahlen.

Erika Harnisch sammelt bereits Pilze, seit sie vier Jahre ist. „Mein Vater hat mich immer mitgenommen“, erzählt sie. In der schlechten Zeit nach dem Krieg habe er sich etwas dazuverdienen wollen. „Ich war immer gern im Wald, in der Natur.“ So habe sie schnell viel gelernt.

Geschenk der Natur

„Die Natur hat einem das ja geschenkt, der Wald ist voller Früchte“, meint Erika Harnisch. Doch die Menschen seien irgendwie davon abgekommen, diese anzunehmen, und kauften sie lieber im Supermarkt. Viele hätten auch Angst, sich zu vergiften. „Hier gibt es aber eigentlich nur den Knollenblätterpilz, der gefährlich ist, und der riecht richtig muffig. Der sagt einem schon ,Lass mich ruhig in Ruhe’“, erklärt sie. Dennoch kämen auch viele Freunde und Bekannte zu ihr und fragten, ob sie diesen oder jenen Pilz essen können.

Denn auf ihre Erfahrung ist Verlass. Bis in die Lüneburger Heide fuhr sie früher, um Steinpilze zu sammeln. Dabei erlebte sie nicht immer nur Schönes. Zwischen den Sammlern gebe es zum Beispiel häufiger Eifersüchteleien. „Da kommt schon mal einer und schneidet dir einen Pilz vor der Nase weg.“ Auch deswegen solle man seine Stellen nicht markieren. Steinpilze soll man schon im Wald putzen, um Madenbefall auszuschließen. „Die weißen Abfälle verraten anderen die Stelle“, erklärt sie, warum Sammler diese lieber mitnehmen sollten.

Lecker sind sie gebraten

Auch wenn Erika Harnisch sich über ihren besonderen Fund freut, alle Pilze kann sie gar nicht essen. Einen Großteil der Riesenbovisten friert sie daher ein. Sie viertelt die Pilze, entfernt die Schale und schneidet sie in etwa einen Zentimeter dicke Scheiben. „Die bleiben so fest, wie sie gewesen sind, auch nach dem Auftauen.“ Einige verschenkt sie, einige hat sie sich schon schmecken lassen. Und das nach ihrem Lieblingsrezept: „Ich wälze die Scheiben in durchgeschlagenem Ei oder Eigelb, paniere sie und brate sie dann in Butter an“, schwärmt die Seniorin. Dazu gebe es Kartoffeln oder Brot.

Jana Budde Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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