Harpstedt - Nachdem der ordentliche FDP-Parteitag in der Wasserburg abgehalten und der Vorstand für seine bisherige Arbeit geehrt und entlastet wurde, folgte die Wahl des Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters.
Dabei wurde die Kandidatur des Ortsverbandsvorsitzenden Ulrich Kammermeier -Gaber sehr kontrovers diskutiert. Gegen ihn sprach die mangelnde politische Ratstätigkeit und dass er kein alter Harpstedter sei. Deshalb hätte er gegen alte und bekannte Politikhasen keine Chance, so Teile der Parteitagsbesucher.
„Wie lange soll Herr Kammermeier-Gaber denn noch hier wohnen, dass er endlich als Hapstedter anerkannt wird“, meinte ein Zwischenrufer. „Er wohnt hier seit über zwanzig Jahren und seine Kinder gingen hier in den Kindergarten.“
Ein weiterer Wortbeitrag stellte dar, dass er zum Glück kein typischer Politiker sei, sondern: „Er hat als Diplom-Wirtschaftsingenieur und zusätzlich als studierter Architekt mit der Vertiefung Städtebau doch wohl die allerbesten beruflichen Grundlagen, über die seine Gegenkandidaten in keiner Weise verfügen.“ Und fuhr fort: „Im Gegensatz zu den anderen Parteien haben wir nun die einmalige Möglichkeit einen Kandidaten, der aus der Wirtschaft kommt, zu unterstützen.“
Nach der Aussprache erfolgte die Wahl. Mit nur einer Gegen- und einer ungültigen Stimme wurde Kammermeier-Gaber gewählt. Er kündigte an, unter anderem die Verbesserung des Nahverkehrs anzupacken und in den nächsten Monaten von Tür zu Tür zu gehen, um viele Bürger der Samtgemeinde nach Ideen und Vorschläge zu befragen.
