Harpstedt - „Für mich ist das der Versuch einer Enteignung.“ – Mit Empörung und Verärgerung hat Edelhard Brinkmann, Geschäftsführer der Güllebank Weser-Ems, auf den jüngsten Schritt der Samtgemeinde Harpstedt in Richtung Änderung des Flächennutzungsplanes reagiert. Worum es geht: Die Samtgemeinde führt die frühzeitige Bürgerbeteiligung durch mit dem Ziel, eine gewerbliche Fläche östlich des Harpstedter Bahnhofes – nämlich den Bereich der ehemaligen Brennerei – im Flächennutzungsplan als Wald darzustellen. Durch seinen Anwalt habe er von einer entsprechenden Bekanntmachung auf der Website der Samtgemeinde erfahren, sagte Brinkmann. Obwohl es ausschließlich um sein Grundstück gehe, „haben die mich nicht mal benachrichtigt“.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes war im April vom Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde angeschoben worden – mit sieben Ja-Stimmen gegen viermal Nein.

Brinkmann kündigte Schritte gegen die Pläne an. Er habe das Areal 2013 bei einer öffentlichen Versteigerung gekauft. Samtgemeinde und auch Flecken hätten damals die Möglichkeit gehabt, es selbst zu erwerben.