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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Harpstedt

Lollo bringt Fans zum Schwärmen

24.07.2019

Harpstedt „Man wundert sich, wie viele Leute hier mit Fotoapparat auf der Matte stehen.“ – Karsten Wenkel, Werkstattleiter bei der Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn (DHE), schmunzelte beim Gedanken an die Zaungäste, die er zurzeit auf dem Bahnhofsgelände in Harpstedt sieht. „Manche kommen und fragen, was sie hat.“ – „Sie“, das ist „Lollo“, eine rund 70 Tonnen schwere und 59 Jahre alte Diesellok, die in Harpstedt quasi eine „Frischzellenkur“ erhält.

Lollo heißt mit korrektem Namen V 160 002. Ihren Spitznamen hatte das Krupp-Produkt wegen der runden Kopfform erhalten, er ist eine Anspielung auf die damals populäre italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida.

Die Lok hatte ihre ersten Dienstjahre bei der Bundesbahn absolviert, Ende der 1970er-Jahre wurde sie ausgemustert. Über Zwischenstationen landete sie schließlich bei einem Privatmann in Osnabrück, der sie instandsetzen ließ und für verschiedene Einsatzzwecke vermietet.

Dass das 2000-PS-Kraftpaket nach Harpstedt kam, liege an einem Überlastungsschaden, erklärte Werkstattleiter Wenkel. Der 16-Zylinder-Motor aus dem Hause Maybach müsse saniert werden. Daneben stünden allerlei Kleinigkeiten und die Wartung auf dem Auftragszettel. Der Motor werde derzeit von einer Firma in Bremerhaven wieder flott gemacht, dann in Harpstedt eingebaut – wo auch alle anderen Arbeiten stattfänden.

Warum Harpstedt? Bei der Bahn AG, so sagte Karsten Wenkel, werde der Servicebereich zurückgefahren. Hinzu komme, dass die DHE mit ihrer kleinen Werkstatt – ein Meister, drei Gesellen, drei Auszubildende – flexibel sei und die nötigen Erfahrungen habe. „Da läuft viel über Mundpropaganda.“

Der Lollo-Auftrag sei da durchaus kein Einzelfall. Erst in der vorigen Woche sei man für ein Bremer Unternehmen tätig gewesen, bei dessen Diesellok der Anlasser streikte. Wenkel: „Wir hatten noch einen Anlasser liegen.“

Die Diesellok aus Osnabrück – laut Wenkel eine der letzten dieses Typs – war übrigens schon Ende 2018 nach Harpstedt zur Instandsetzung und Wartung gekommen. Ganz überwiegend sei sie seither in der Werkstatthalle untergebracht gewesen, so der Werkstattleiter. Angesichts der trockenen Witterung könne man sie jetzt vorübergehend im Freien parken – wo sie zum Hingucker wurde.

Wann die Lok Harpstedt wieder verlassen kann, steht noch noch fest. Ziel sei Oktober/November, so Wenkel.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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