HARPSTEDT - Mit dem geplanten Krippenneubau in Harpstedt, den der Flecken errichten und an die Samtgemeinde vermieten will, befasste sich die Samtgemein-de-SPD bei einer Sitzung. Dabei ging es auch um alternative Wärmeerzeugung – für die SPD-Fraktion, wie sie betont, „schon immer eine Forderung“. Es sei unverständlich, dass es „nicht einmal ansatzweise“ zum Einsatz von regenerativen Energieformen in der Krippe kommen solle. „Jeder Eigenheimbesitzer werde per Gesetz verpflichtet, etwas für die Umwelt zu tun, und wir halten uns da raus? Das kann ja wohl nicht sein“, kritisiert Samtgemeinderatsherr Dietmar Klinke: Kommunen hätten eine Vorreiterrolle zu übernehmen. „Überall führen Banken mit Privatleuten Finanzierungsgespräche über den Einsatz von regenerativen Energieformen, nur im Flecken macht man sich über die nachhaltige Wärmeerzeugung keine Gedanken“, so Hermann Schnakenberg, Fraktionsvorsitzender im Flecken. Die Mehrheit im Verwaltungsausschuss aus CDU
und HBL habe den Einsatz von Solartechnik wie auch die Installation einer Pelletheizung „kategorisch abgelehnt“. „Wahrscheinlich würden auch Fördergelder verloren gehen und durch die späteren höheren Unterhaltskosten auch Steuergelder verschwendet“, warnt Ratsfrau Elke Wachendorf.
Die SPD hofft nun, dass es im Bau- und Wegeausschuss des Fleckens an diesem Donnerstag noch zu einem „Einlenken“ der Mehrheitsgruppe komme. „Energetisch sinnvoll“ und Beitrag zum Wohlbefinden der Kinder wäre aus SPD-Sicht ferner die Installation einer Fußbodenheizung.
Begrüßt wird indes der FDP-Antrag auf Einrichtung eines Bürgerbüros im Amtshof. „Bürgernähe in der Verwaltung ist da, sie soll nur noch präsenter werden“, so Heinz-Jürgen Greszik.
