HARPSTEDT/LANDKREIS - Mit der Unternehmensteuerreform 2008 und ihren Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte beschäftigte sich am Montagabend der FDP-Kreisverband Oldenburg. Ins Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt hatte der Kreisvorstand alle FDP-Ortsverbandsvorsitzenden, Mitglieder der Ortsfraktionen sowie alle interessierten Bürger eingeladen. 16 interessierten sich, darunter der Landtagsabgeordnete Christian Dürr (Ganderkesee) und die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst (Wohlde).

Um Einblick in die komplexe Materie zu bekommen, hatte die FDP den Rechtsanwalt Eberhard Klaußmann und den Steuerberater Heinrich Siemer von der Steuerberatungsgesellschaft Schütte & Co. in Wildeshausen als Referenten eingeladen.

Die anschließende Diskussion zeigte: Die hiesigen FDP-Vertreter hegen Zweifel daran, dass die Senkung der Steuerlast für Kapitalgesellschaften am Ende auch den Kommunen einen effektiven Nutzen bringt. „Die Situation für die Kommunen bleibt weiterhin unsicher“, ist die FPD-Kreisvorsitzende Monika Grashorn aus Hatten überzeugt. Ebenfalls glaube sie keineswegs, dass durch diese Reform die Investitionsbereitschaft bei kleineren Betrieben steige. Zudem sei keine Vereinfachung der Steuergesetzgebung zu erkennen. „Die Steuerberater werden in keinem Fall arbeitslos“, scherzt Grashorn. Diese Steuerreform sei die schlechteste der vergangenen Jahre.

Die FDP, so Grashorn, vertrete nach wie vor die Ansicht: die Gewerbesteuer ganz abschaffen und einen anderen Verteilungsmodus finden, durch den die Kommunen an Firmengewinnen beteiligt werden.