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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Harpstedt

Oberschule: Wenn beim Pendeln Vertrauen wächst

06.02.2019

Harpstedt Das Gefühl sei „schon komisch“, fand Siebtklässler Tristan. So mitten in einer Gruppe zu stehen, sich auf jeden Einzelnen verlassen zu müssen. „Pendel“ hatte Tristan gespielt. Will heißen: Dicht umringt von mehreren Mitschülern, hatte er sich mit geschlossenen Augen in alle Himmelsrichtungen fallenlassen, war dann von den anderen zurückgedrückt worden. „Pendel“, das war am Dienstag eines der Spiele bei einer Präventionsprojekt-Premiere für die 7. Klassen der Oberschule Harpstedt. Der Titel: „Wir sind stark“.

Worum es ging: Bei „Wir sind stark“ handelt es sich um ein Sozialtraining mit Anti-Gewalt-Strategien, das der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, des Gemeinschaftsgefühls, der Selbstbehauptung und der Zivilcourage dient. Es sei unter anderem Namen von der Polizei in München entwickelt, dann auch in anderen Bundesländern aufgegriffen worden, erklärte Polizeioberkommissar Martin Klinger, der im Kommissariat Wildeshausen zuständig ist für Prävention, Jugend- und Opferschutz. Gedacht ist das Projekt für Siebtklässler.

Erstmals im Landkreis Oldenburg war „Wir sind stark“ im Februar 2018 an der Graf-von-Zeppelin-Schule Ahlhorn im Zusammenwirken von Polizei und Schulsozialarbeiterin Barbara Christidis gelaufen. In diesem Jahr, so sagte Klinger, finde es an vier Schulen im Landkreis statt – darunter die Oberschule Harpstedt.

Ebendort wurde der zweitägige Intensivkurs gemeinsam von Klinger, der Lehrerin Barbara Zabielski und der Schulsozialarbeiterin Lena Fösten-Kramer organisiert – und zwar nicht in der Oberschule, sondern in der Begegnungsstätte. Insgesamt bietet das Projekt 16 Spiele mit unterschiedlichen „Botschaften“, 15 davon seien ausgewählt worden, berichteten Klinger und Zabielski.

Beispiel Spiel Nummer 11, „Pendel“: Hier wurde in der anschließenden Diskussion mit der 7b schnell klar, worum es geht: „Vertrauen“ und „Verantwortung“, wie die Siebtklässler Tristan, Ertan und Oliwia es benannten. Und es gehe darum, Nähe zuzulassen, ergänzte Klinger.

Auch Frauke Gaede, seit August Klassenlehrerin der 7b, ließ diese Nähe zu und schlüpfte in die Rolle des „Pendels“. Die Klasse, so schwärmte sie nach vorangegangenen Spielen, „hat einen tollen Teamgeist entwickelt“.

Klinger ergänzte, dass „Wir sind stark“ auch gewaltfreie Strategien für brenzlige Situationen und Zivilcourage vermittele. So werde eine Situation in einem Bus nachgespielt, bei der zwei Täter einem Jugendlichen das Handy abnehmen. Danach werde gemeinsam über Handlungsmöglichkeiten gesprochen.

Klingers Tipps: Grundsätzlich empfehle er „die drei L: Lärm, Licht, Leute“. In der Bussituation rate er dazu, sich nicht auf die letzte, für den Fahrer schwer einsehbare Bank („Looser-Bank“) zu setzen und mit der Opfer-Rolle abzufinden, sondern in die Offensive zu gehen, die Täter zu siezen, um Hilfe zu rufen und „Verbündete zu suchen“.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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