HARPSTEDT - 1988 wurde die Senioren Union gegründet. Mit Charlotte Diekmann lenkt nun eine Frau die Geschicke.

Von Astrid Kretzer

HARPSTEDT - Als im Februar 1988 in Harpstedt die erste Ortsvereinigung der CDU-Senioren Union im Landkreis Oldenburg aus der Taufe gehoben wurde, da war sie – buchstäblich – federführend dabei: Charlotte Diekmann hatte seinerzeit für die Harpstedter CDU zum Stift gegriffen und Unionsmitglieder ab dem 55. Lebensjahr angeschrieben und zur Gründungsversammlung eingeladen. Künftig nun zeichnet Diekmann als Vorsitzende verantwortlich für die Vereinigung, die sie einst mit angeschoben hat: Bei der Jahreshauptversammlung der Senioren-Union Harpstedt im Hotel „Zur Wasserburg“ wurde sie zur Nachfolgerin von Gerhard Spaltner gewählt, der nach acht Jahren nicht wieder kandidiert hatte. Er bleibt aber als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand (die NWZ berichtete).

Der Wechsel an der Spitze war nicht die einzige personelle Veränderung, die Wahlleiter und Kreisvorsitzender Alfred Pergande nach der Stimmauszählung bekannt gab. Ihr Amt abgegeben hat mit der stellvertretenden Vorsitzenden Mechthild Ottermann auch eine „Institution“: Als Gründungsmitglied war sie bereits ab 1988 Stellvertreterin. Ottermann stellte sich jedoch als Beisitzerin zur Verfügung; die weiteren Beisitzer sind Leo Höpfner und Heinz Nienaber. Kassenwartin bleibt Ute Rhode. Mit Dank verabschiedet wurde nach 16 Jahren Vorstandsarbeit Ingeborg Schön, die zuletzt vier Jahre Beisitzerin war, nun aber aus gesundheitlichen Gründen aufhörte.

In seinem letzten Rückblick erinnerte Spalter an die Anfänge der Harpstedter Senioren-Union unterm ersten gewählten Vorsitzenden Ludwig Dunschen sowie an die Entwicklung bis heute. Waren es im Gründungsjahr zwölf Mitglieder, so werden aktuell in den Mitgliedslisten 69 Namen geführt. Damit ist Harpstedt laut Kreisvorsitzendem Pergande der kreisweit zweitgrößte Ortsverband nach Hatten. Rund 90 Neuaufnahmen habe es im Laufe der Jahre gegeben, so Spaltner: Darauf sei er „stolz“. Zufrieden zeigte er sich auch mit der Resonanz bei den Veranstaltungen: Hier seien in 2004/2005 im Schnitt 33,5 Teilnehmer gezählt worden. Lob vom scheidenden Vorsitzenden gab es auch für die gute Zusammenarbeit im Vorstand: „Es war ein Miteinander-Füreinander.“ Seinen Rückblick schloss Gerhard Spaltner mit einer Forderung: „In einer Gesellschaft, die erneuerungsfähig sein will, muss auch die ältere Generation ihren Beitrag leisten dürfen. Ihr Wissen und ihre Erfahrung sind unverzichtbar!“

Im Anschluss an die Regularien und eine Kaffeerunde hielt dann der 1. Vorsitzende der Landesvereinigung Oldenburg der CDU-SeniorenUnion, Jonny Hinrichs, einen Vortrag über Seniorenarbeit in der Landesvereinigung.