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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Harpstedt

Ochtumverband bremst braune Brühe in Delme

15.08.2019

Horstedt Von kristallklarem, blauem Wasser kann da keine Rede sein: Einer braunen Brühe gleicht der „Graben 3 Horstedt“, der südlich von Horstedt in die Delme mündet. „Eisenocker“ sei die Ursache für die Färbung und auch die gelartigen Klumpen im Wasser, erklärte Heiko Stubbemann, Vorsteher des Ochtumverbandes. Der Stoff schädige Flora und Fauna, könne Fische die Kiemen verkleben und sie zum Ersticken bringen. Vor diesem Hintergrund ist der Ochtumverband angetreten, den Eintrag von Eisenocker in die Delme zu verringern – durch den Bau von „Ockerfängen“.

Dass etwas gegen das Eisenocker (Eisenhydroxid) in der Delme zu unternehmen sei, ist nach Auskunft von Ochtumverband-Geschäftsführer Matthias Stöver schon im Gewässerentwicklungsplan Delme nachzulesen, den der Verband 2013 zusammen mit dem Landkreis Oldenburg aufstellte. Jetzt sei beabsichtigt, vor der Einmündung vieler kleiner Fließgewässer in die Delme Ockerfänge zu erstellen. Der erste – quasi ein Prototyp – entstand vor etwa zwei Wochen bei Horstedt in einem verbandseigenen Flora-Fauna-Habitat-Gebiet.

Bei dem „Graben 3 Horstedt“ handele es sich um einen Graben dritter Ordnung im Delmetal, erklärte Stöver. Er befinde sich in einer Region mit vielen Quellen, durch die das sehr eisenhaltige Grundwasser nach oben befördert werde.

Beim Austritt des Grundwassers an die Erdoberfläche komme es mit Sauerstoff zusammen, ergänzte Stubbemann. Folge sei eine Oxidation: Eisenocker entsteht.

Um zu erreichen, dass weniger Eisenocker vom Graben 3 Horstedt in die Delme fließt, hat der Ochtumverband nach Plänen von Gewässerkoordinatorin Ira Zylka und mit Unterstützung des Landkreises den Graben in zwei Abschnitten aufgeweitet.

Abschnitt eins ist ein Sandfang: Hier wurde der Graben zu einem etwa 60 Quadratmetern großen und ein 1,50 Meter tiefen Becken mit geringer Fließgeschwindigkeit. Dessen Aufgabe: Schwerere Eisenocker-Sedimente sollen sich absetzen.

Getrennt durch eine Reisig-Schwelle, schließt sich der nächste Abschnitt auf etwa 800 Quadratmetern an: ein Ockerfang, ein mit Schilf bewachsener Teich. Die Pflanzen könnten zwar den braunen Stoff nicht verwerten – aber: „Schilf hält Ocker“, erklärte Stöver.

Der Ochtumverband will künftig das Schilf abschnittsweise mähen, um festgehaltenen Ocker entsorgen zu können. Auch gilt es, den Sandfang gelegentlich zu reinigen.

Insgesamt seien bei Horstedt etwa 5500 Euro investiert worden, sagte Stöver. Dass die Reinigung etwas bringt, zeigten er und Stubbemann weiter an der Einmündung des Grabens in die Delme: Hier ist das Wasser zwar nicht kristallklar und blau, aber mit deutlich weniger Eisenocker durchsetzt.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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