Harpstedt - Die Offiziere der Harpstedter Bürgerschützen haben die meiste Arbeit im Vorfeld des Schiebenscheeten, aber das Bild vom Bürgerschützenfest wäre nicht vollständig ohne die große Zahl an Bürgerschützen, die beim Ausmarsch zum Koems für das bunte Bild sorgen.
Deshalb werden in jedem Jahr auf dem Marktplatz die Bürgerschützen geehrt, die seit 40, 50 oder 60 Jahre beim Ausmarsch dabei waren. In diesem Jahr war allerdings auch ein ganz besonderer Offizier unter den Geehrten: Oberst Rolf Ranke (III. Rott) wurde von Bürgermeister Werner Richter gemeinsam mit Eckhard Zunft (III. Rott) und Johann Hillmann (IV. Rott) für 40 Jahre beim Ausmarsch geehrt.
Dann tauschte Ranke die Seiten und vergab die Ehrungen selbst: 50 Jahre dabei waren Wilfried Finke (III. Rott), Hermann Evers, Günter Kostka und Günter Pleus (alle IV. Rott). Die Ehrung für 60 Jahre gab es für Wolfgang Dubielzyk (I. Rott) und Friedrich Harnisch (II. Rott).
Zu jedem Geehrten hatte Ranke natürlich auch ein wenig Schiebenscheeten-Geschichte – etwa zu Hermann Evers, der als Elektromeister vor einigen Jahren spontan ausgeholfen hatte, als ein Sicherungskasten durchgebrannt und das Ausschießen des Kinderkönigs in Gefahr war. Oder zu Friedrich Harnisch, der als Vater des amtierenden Königs natürlich eine besondere Rolle spielte.
Zuvor hatte Adjutant Hartmut Bahrs 512 Bürgerschützen zum Ausmarsch gemeldet – davon 54 Rekruten. „512 Bürgerschützen – das hatten wir noch nie“, staunte der Oberst.
Auch das Probeexerzieren vor den versammelten Bürgerschützen und zahlreichen Zuschauern auf dem Marktplatz klappte so vorzüglich, dass sich die Rekruten eine Flüssige Stärkung vor dem Marsch zum Abholen von König Eike redlich verdient hatten.
