Harpstedt - Glücklich, fast erstaunt, reagierten die CDU-Mitglieder um Herwig Wöbse im Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt auf das Ergebnis ihres Kandidaten bei der Wahl zum Samtgemeindebürgermeister am Sonntag. Auch Wöbse selbst gab unumwunden zu, nicht mit fast 45 Prozent im ersten Wahlgang gerechnet zu haben. „Mit 35 Prozent wäre ich zufrieden gewesen, alles darüber ist einfach toll“, sagte er. Kurzfristig hatte der Bürgermeister von Prinzhöfte sogar bei über 50 Prozent der Stimmen gelegen. Er müsse sich bei den zahlreichen Unterstützern und den Wählern schon jetzt bedanken und hoffe für die Stichwahl auf eine hohe Wahlbeteiligung.

Bis zuletzt gehofft haben die Unterstützer von Ingo Fichter, die im Nebenraum ebenfalls die Auszählung verfolgten. Sie setzten – bei fast zwei Prozent Rückstand auf den SPD-Mann Klaus Budzin – auf das Ergebnis der Briefwahl. Sie mussten diese Hoffnung am Ende aber aufgeben, mit 20,8 Prozent lag Budzin am Ende vor Fichter (19,52).

Budzin, der ebenfalls mit zahlreichen Unterstützern zusammensaß, freute sich riesig über Platz zwei. „Ich hätte nicht damit gerechnet“, sagte er. Jetzt gehe es darum, möglichst viele Wähler der anderen Kandidaten für sich zu überzeugen. Der abgeschlagene Ingo Fichter äußerte sich enttäuscht: „Ich habe damit gerechnet, dass es knapp wird, hatte aber auf einen anderen Ausgang gesetzt.“ Bei der Stichwahl werde er sich neutral verhalten, kündigte der erste Samtgemeinderat an. Ob er einen Kandidaten unterstützen werde, müsse er erst mit seiner Partei besprechen, sagte der Grünen-Kandidat Götz Rohde. Er hätte sich gefreut, so Rohde, wenn das Ergebnis noch etwas über 11,97 Prozent gelegen hätte, sei davon aber auch nicht enttäuscht. Abgeschlagen mit 3,13 Prozent war Ulrich Kammermeier-Gaber (FDP). Er sei ohnehin immer Außenseiter gewesen, sagte er am Abend.