Harpstedt - Das heutige Gebiet der Samtgemeinde Harpstedt war in vergangenen Jahrhunderten alles andere als ein Hort des Friedens und der Abgeschiedenheit. Es war begehrt und umstritten. So erklärt sich der Titel eines Buches von Dr. Herbert Bock, das am Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr im Hotel Zur Wasserburg bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt wird: „Begehrt und umstritten. Der mittlere Hunteraum vom 13. bis zum 17. Jahrhundert“.
Zu der Veranstaltung laden die Samtgemeinde Harpstedt, der Beirat des Forschungsprojektes „Bäuerliche Siedlungs- und Geschlechterhistorie der heutigen Samtgemeinde Harpstedt“ sowie der Solivagus-Verlag gemeinsam ein. Nach Grußworten von Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse, der Beiratsvorsitzenden Prof. Karin Holm, des Historikers Prof. Dr. Dr. Bernd Ulrich Hucker (Uni Vechta) und des Verlegers Dr. Stefan Eick wird der Autor seine Arbeit in einem Vortrag vorstellen.
Bock präsentiert in dem Buch erstmals die Geschichte der Kirchspiele Harpstedt und Colnrade sowie ihrer Bauerngeschlechter im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Unter anderem schildert er den Einfluss von historischen Großereignisse wie Reformation und Dreißigjähriger Krieg im Gebiet der beiden Kirchspiele aus teils bislang unveröffentlichten Quellen.
Auch gibt er einen Einblick in das ländliche Leben, ohne die großen politischen Ereignisse aus den Augen zu verlieren. Exkurse über die Harpstedter Chronik Redeckers von 1758 und die ständigen, teils gewalttätigen Streitigkeiten mit der Stadt Wildeshausen im 16. und 17. Jahrhundert runden die Untersuchung ab.
Das Buch war im Rahmen des Projektes „Bäuerliche Siedlungs- und Geschlechterhistorie der heutigen Samtgemeinde Harpstedt“ als Dissertation entstanden.
