Hatterwüsting - Drei Wassersportarten wünschte der Hatter CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Manfred Huck seinen Gästen für 2013: im Geld schwimmen, im Glück baden und in Liebe untertauchen. Um die Herausforderungen zu meistern, müssten alle in der Gesellschaft mit anpacken. Vor allem die Ehrenamtlichen sollten mehr Wertschätzung erfahren.
Erstmals hatte die Hatter CDU zu einem Neujahrsempfang eingeladen: Unter den 50 Vertretern aus Politik, Vereinen und Gewerbe begrüßte Huck im „Hotel Meiners“ in Hatterwüsting den CDU-Landtagsabgeordneten und -Kreisvorsitzenden Ansgar Focke, die CDU-Bundestagskandidatin Astrid Grotelüschen, den stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden Bernhard Schwarting (CDU), Ex-Landwirtschaftskammerpräsident Hans Behrens und seine Frau Renate, den CDU-Ehrenvorsitzenden Manfred Zemke und seine Frau Erika, den Seniorenunion-Vorsitzenden Alfred Windeler und Ehefrau Helga, den Ganderkeseer Ratsvorsitzenden Gerd Brand und den CDU-Vorsitzenden im Kreistag, Herwig Wöbse.
Huck forderte einen stärkeren Dialog innerhalb der Gemeinde ein. Politik und Verwaltung müssten die Ehrenamtlichen mitnehmen. Kritik übte er an der Verwaltungsspitze. Seit Monaten rede man über die Dorferneuerung für Kirchhatten. Die Anmeldung der Rathaus-Sanierung für das Programm sei aber vergessen worden. „Dieser Schönheitsfehler kostet uns 40 000 Euro.“ Mit der Sanierung des Hallenbades in Sandkrug, des Freibades und zahlreicher maroder Straßen stehe die Gemeinde vor großen Herausforderungen.
Im Vorfeld der Landtagswahl warb Ernährungswissenschaftlerin Grotelüschen für den CDU-Kandidaten: „Essen Sie weniger Big Mac; wählen Sie Ansgar!“ Focke selbst sprach drängende gesellschaftliche Probleme an: Um die Familie zu stärken und mehr Kinderwünsche zu realisieren, reiche es nicht aus, mehr Geld in Schulen und Kindertagesstätten zu stecken. „Wir müssen es schaffen, dass der Arbeitsplatz nicht nur am wirtschaftlichen Profit, sondern am Alltag der Familien ausgerichtet wird.“ Hier sehe er die Unternehmer in der Pflicht. Die Gemeinde Hatten stehe insgesamt gut da.
Der demografische Wandel stelle die Gesellschaft vor große Herausforderungen: „Innerhalb der nächsten 15 Jahre werden wir 60 Prozent unserer Hausärzte verlieren!“ Es gelte, die kleinen Krankenhäuser zu erhalten. Im Landkreis wohnten übrigens die meisten Menschen, die 64 Jahre und älter sind, in der Gemeinde Hatten. Ihr Erfahrungsschatz werde benötigt.
Und mit Blick auf das heiß diskutierte Verkehrskonzept für Kirchhatten stellte Focke klar: Über die Verkehrssicherheit entscheide nicht die Politik, sondern die Fachbehörden. An einer Landesstraße mit Kreuzung und Einmündungen werde es allein aus Sicherheitsgründen kein „Rechts vor Links“ geben können. An Diskussionsthemen herrschte an den Tischen somit kein Mangel.
