Hatterwüsting - Der Kindergarten in der alten Dorfschule Hatterwüsting ist umgeben von Baugebieten und überzeugt junge Eltern durch seine gute Ausstattung. Dies hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass eine zweite Krippengruppe wegen der großen Nachfrage und auf Wunsch der Politik eingerichtet worden ist. Jetzt steht die Gemeinde vor einem Problem: im Sommer werden nur vier Plätze in den Kindergartengruppen frei, aber etwa 16 Kinder für die Krippe zu alt.

Elternvertreter haben sich in Schreiben an die Gemeinde gewandt und hoffen auf eine Lösung. Am Montagvormittag kam es gemeinsam mit Vertretern der FDP-Fraktion, die sich bereits im Vorfeld für die Krippe stark gemacht hatte, zu einem Treffen in der Kita. Die beiden Elternsprecherinnen Katrin Klinzmann und Ina Schäfer machten gegenüber Amtsleiterin Marianne Wentzel deutlich, dass die Eltern auf eine Lösung hoffen, die allen Krippenkindern den nahtlosen Wechsel in eine Kindergartengruppe in Hatterwüsting erlaubt. Ihr Argument: Bei einem Wechsel zu einem der anderen Kindergärten würden enge Freundschaften unter den Kindern zerrissen. Der konstruktive Vorschlag der Eltern lautet, den Mehrzweck-/Bewegungsraum der Kita als weiteren Gruppenraum zu nutzen. Die Matten und Spielgeräte, so ein Vorschlag, könnten ins Obergeschoss gebracht werden.

FDP-Fraktionsvorsitzender Niels-Christian Heins verspricht den Eltern; „Kinder, die hier bleiben wollen, sollen es auch dürfen.“ Jetzt gelte es, den Engpass im kommenden Kindergartenjahr zu bewältigen. Künftig müsse dann über die Zahl der Krippenplätze die Auslastung der Einrichtung gesteuert werden. 2015 soll die Zahl der Kinder sowieso wieder sinken.

Amtsleiterin Marianne Wentzel bestätigte, dass sich die Gemeinde bereits in Gesprächen mit dem Landesjugendamt wegen der Problematik befindet. Die Wünsche der Eltern würden weitestgehend berücksichtigt. „Das Landesjugendamt muss einer Lösung allerdings zustimmen, sonst haben wir keine Betriebserlaubnis.“ Am 1. Dezember endet die Anmeldefrist für die kommunalen Kindergärten. Am 9. Dezember müssten die konkreten Zahlen fürs kommende Jahr vorliegen, so Wentzel. Dann bestehe noch mehr Klarheit.

Unabhängig von der Betreuungsfrage setzt sich die FDP-Fraktion dafür ein, dass der Platz vor dem Kindergarten gepflastert wird. Zurzeit staut sich das Regenwasser immer wieder auf dem Gelände. Im Zuge der Dorfentwicklungsplanung sollte ein Plan her, schlagen die Liberalen vor.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten