Hatten - Die Sandhatterin Gunda Backhus soll sich um den Erhalt und die Pflege der plattdeutschen Sprache in der Gemeinde Hatten kümmern. Der Schul-, Bildungs- und Kulturausschuss der Gemeinde sprach sich am Donnerstagabend dafür aus, die 45-jährige Sandhatterin zur ehrenamtlichen Plattdeutsch-Beauftragten zu berufen. Der Verwaltungsausschuss muss diese Entscheidung noch bestätigen.
Gunda Backhus ist mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen. „Noch heute kann ich mit meine Eltern und mit vielen Verwandten nur Plattdeutsch sprechen. Ich würde mir sonst komisch vorkommen“, sagte sie am Freitag gegenüber der NWZ. Sollte auch der Verwaltungsausschuss ihrer Berufung zustimmen, will sich Backhus zum einen auf die Förderung des Plattdeutschen in Kindergärten und Schulen konzentrieren und dabei auch schon existierende Aktivitäten unterstützen. Außerdem schweben ihr Treffen in loser Reihenfolge vor, bei denen es Vorträge und Lesungen in Plattdeutscher Sprache geben könnte. „Man könnte das mit einem Essen verbinden, dass es früher gab“, sagt sie. Im Winter könnte das Hackgrütze mit Blutwurst sein. Schön fände die Sandhatterin es auch, wenn dabei selbst verfasste Geschichten und Texte auf Platt vorgetragen würden.
