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AUSWAHL Zech zieht in den Kampf ums Rathaus

HATTEN - Der 32-jährige Guido Zech setzte sich auf einer Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins durch. Er erhielt drei Stimmen mehr als Hans-Hermann Siemers.

Von Andreas Naaf

HATTEN - Es war ein langer Mittwochabend für Guido Zech, aber einer mit glücklichem Ende. Denn gegen 23 Uhr wählten 37 Hatter Sozialdemokraten den 32 Jahre alten Delmenhorster im Dorfkrug Meiners zu ihrem Bürgermeister-Kandidaten für die Kommunalwahl im Herbst 2006. In einer zweiten Stichwahl setzte sich Zech letztlich mit 20 zu 17 Stimmen gegen den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Hatter Gemeinderat, Hans-Hermann Siemers, durch. Beim ersten Stichwahlgang hatten beide Bewerber (bei einer Enthaltung) jeweils 18 Stimmen erhalten.

„Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat“, sagte Zech nach seiner Wahl, „es freut mich, dass man mir die Aufgabe zutraut.“ Als externer Bewerber sei es nicht ganz einfach gewesen, das Rennen zu machen. Nun hoffe er, dass er mit allen Hatter Sozialdemokraten fair zusammenarbeiten könne. Nur so sei es möglich, dass er am 1. November 2006 – seinem 33. Geburtstag – ins Rathaus einzieht.

Tief enttäuscht zeigte sich indes sein härtester Kontrahent Hans-Hermann Siemers. Nach 20 Jahren Ratsarbeit sei das Ergebnis schon „knallhart“, sagte der stellvertretende Bürgermeister. Ob er sich nach dieser Niederlage weiter politisch engagieren wolle, ließ Siemers offen. „Ich denke, jeder wird verstehen, dass ich jetzt erstmal in mich gehen und mit meiner Familie sprechen muss.“

Dass das Auswahlverfahren Wunden gerissen hat, weiß auch der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Helmuth Koopmann. „Es ist nun meine Aufgabe, diese Wunden zu heilen“, erläuterte er. Eine Erklärung für Zechs Sieg hatte der Chef der Hatter SPD gestern aber noch nicht parat. „Vielleicht war sein Vorteil, dass er in der Verwaltung arbeitet.“

Vor der Abstimmung hatten die Kandidaten jeweils eine halbe Stunde Zeit gehabt, sich den anwesenden Delegierten vorzustellen. Diese Vorstellungsrunde habe letztlich, so vermutet Koopmann, den entscheidenden Ausschlag zugunsten von Guido Zech gegeben.

seit elf Jahren Mitglied in der SPD

Der SPD-Kandidat

für die Nachfolge von Helmut Hinrichs ist seit über elf Jahren Mitglied der Partei. Seit 2001 ist er Mitglied im Stadtrat von Delmenhorst. Dort sitzt er sowohl im Bau- als auch im Wirtschaftsausschuss. Seinen Lebensunterhalt verdient er als Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in Rastede.

Neben Zech

und Siemers

stellten sich bei der nicht-öffentlichen Sitzung des SPD-Ortsvereins noch zwei weitere Kandidaten zur Wahl. Ihre Namen wollte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Koopmann aber auch im Nachhinein lieber nicht nennen. Beide Kandidaten scheiterten bereits im ersten Wahlgang.
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