HATTEN - Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres will Zech seinen Wohnsitz nach Hatten verlegen. Der Gemeinde bescheinigt er viel Potenzial.
Von Andreas Naaf
HATTEN - Guido Zech weiß, was sich gehört. Wenn er im Hatter Rathaus zu Besuch ist, grüßt er freundlich jeden, der ihm über den Weg läuft. Das ist auch wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der Delmenhorster im kommenden Jahr hier das Büro des Bürgermeisters beziehen möchte. Daher gilt es für Zech nach seiner Ernennung zum SPD-Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl 2006 (die NWZ berichtete) nun, die Herzen und Stimmen der Hatter zu gewinnen.Einen möglichen Vorbehalt der Wähler möchte der 32-Jährige gleich entkräften – sein Alter. „Ich denke nicht, dass ich für das Amt des Bürgermeisters zu jung bin“, sagt Zech, „ich habe genügend Erfahrung“. Ein Blick auf seinen Lebenslauf scheint ihm Recht zu geben. Nach Abitur und Zivildienst in Delmenhorst begann Zech eine Ausbildung zum gehobenen Verwaltungsdienst. Im Anschluss trat er eine Stelle bei der Gemeindeverwaltung Rastede an, bei der er heute im Bereich Bauleitplanung tätig ist. Anfang 2005 schloss er zudem ein Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Oldenburg ab. „Ich würde mich daher schon als Verwaltungsfachmann bezeichnen“, sagt Zech über seinen bisherigen Karriereweg.
Dennoch reichte es ihm nicht, immer nur das ausführende Organ zu sein. Zech wollte selbst gestalten und trat daher 1994 in die SPD ein. 2001 wurde er dann in den Delmenhorster Stadtrat gewählt, in dem er die Feinheiten kommunaler Politik kennen gelernt hat. „Das ist mein großer Vorteil“, sagt Zech, „ich kenne beide Seiten – Politik und Verwaltung.“
Daher habe er gute Voraussetzungen, das Bürgermeisteramt erfolgreich auszufüllen. Ein Amt, das Zech nach eigenen Angaben mehr reizt, als jede andere politische Aufgabe. „Als Bürgermeister einer Gemeinde sieht man die Konsequenzen seiner Entscheidungen auf dem Weg zur Arbeit“, begründet er.
Sollte der 32-Jährige im Herbst 2006 tatsächlich ins Hatter Rathaus einziehen, wolle er alles tun, um das Gemeinwesen weiter voranzubringen, sagt Zech. Denn er ist überzeugt davon, „dass Hatten über eine Menge Potenzial“ verfügt. Um die Stärken der Gemeinde künftig noch besser einschätzen zu können, will der SPD-Kandidat seinen Wohnsitz voraussichtlich Anfang kommenden Jahres hierher verlegen. Und dann werden nicht mehr nur die Rathausbesucher seine guten Manieren kennen lernen.
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