Dingstede - Soll Dingstede eine Ortsdurchfahrt bekommen? Wer einmal durch das Dorf gefahren ist, würde vermutlich fragen: „Wieso bekommen, da ist doch eine?“. Weil eine Ortsdurchfahrt straßenrechtlich aber erst dann eine Ortsdurchfahrt ist, wenn sogenannten OD-Steine Anfang und Ende dieser Durchfahrt markieren, musste sich der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung mit diesem Thema beschäftigen.

Dass es diese OD-Steine in Dingstede bislang nicht gibt, hat mehrere Folgen. Unter anderem dürfe von neuen Baugrundstücken keine direkte Zufahrt auf die Landesstraße 888 führen, die durch Dingstede, erläuterte Bauamtsleiter Sven Corbes den Mitgliedern des Ausschusses.

Die Landesstraße im Bereich von Dingstede doch zur Ortsdurchfahrt zu machen, hätte allerdings ebenfalls einschneidende Folgen: Die Straßenbaulast für die sogenannten Nebenanlagen, also Fuß- und Radwege, würde bei einer offiziellen Ortsdurchfahrt bei der Gemeinde liegen, sie müsste für die Instandhaltung dieser Anlagen, für die Straßenreinigung und den Winterdienst sorgen.

Aus diesem Grund entschieden sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde gegen die Festsetzung einer straßenrechtlichen Ortsdurchfahrt.

Manfred Huck (CDU) erklärte allerdings, im Zweifelsfall, wenn ein Bedarf an der Erschließung von Grundstücken entstehe, müsse auch schnell eine neue Entscheidung umgesetzt werden können.

Beraten wurde auch über die Ergänzungssatzung für Dingstede. Diese Satzung sah bislang 14 mögliche Baugrundstücke an Straßen im Ort vor.

Der Ausschuss sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, ein weiteres Baufenster in die Satzung aufzunehmen, die Lage eines bestehenden Baufensters soll auf Vorschlag von Manfred Huck leicht verschoben werden.