KIRCHHATTEN - Für den Erhalt der vollen Halbtagsschule an der Grundschule Kirchhatten demonstrierten Eltern am Mittwochmorgen.
Für die Schüler war ein Unterrichtsgang zum Rathaus angekündigt, die Eltern folgten ihnen mit Transparenten durch das Schneegestöber. Beim Rathaus angekommen übergab Elternratsvorsitzender Gerd-Peter Reichelt Bürgermeisterin Elke Szepanski einen Stapel mit 160 Unterschriften. Eltern von Schul- und Kindergartenkindern fordern damit den Erhalt der Vollen Halbtagsschule Kirchhatten. Sie wünschen sich außerdem einen Ratsbeschluss, in dem sich die Politik möglichst einstimmig hinter ihre Forderungen stellen soll. (NWZ berichtete)
Der Hoffnung auf eine schnelle Äußerung des Rates musste die Bürgermeisterin allerdings einen Dämpfer verpassen. Bevor der Rat eine Entscheidung treffen könne, müsse der Schul-, Bildungs- und Kulturausschuss zusammenkommen und beraten. Eine Sondersitzung dieses Gremiums will Szepanski nach den Osterferien ansetzen. Dort sollen die Parteien dann diskutieren. Wenn auch der Verwaltungsausschuss getagt hat, könne es im Mai zu einer Entscheidung des Rates kommen.
Wie schon bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend signalisierte die FDP bereits Unterstützung für das Anliegen der Eltern. Heinz Priesmeyer und Edo Wübbenhorst machten deutlich, dass die Hatter FDP hier eine Konfrontation mit der Landespartei nicht scheue.
Unterstützung kam auch von der SPD. Landtagsabgeordneter Axel Brammer hat den Eltern in einem Brief seine Unterstützung zugesagt und auch Ortsvorsitzender Helmut Koopmann ist sich sicher, dass die Fraktion sich hinter die Eltern stellen wird. Auch Susann Kügler, für die Grünen im Schulausschuss, erklärte, ihre Partei werde die Eltern in ihren Forderungen unterstützen.
Noch keine Entscheidung gibt es bei CDU. Deren Vorsitzender Manfred Huck sagte auf Nachfrage der NWZ , die Fraktion habe sich noch keine Meinung gebildet. Die Union plane aber, ihren Landtagsabgeordneten Ansgar Focke nach Kirchhatten zu holen und den Eltern ein Gespräch anzubieten. Focke solle dann die Sicht der Landes-CDU darstellen.
