KIRCHHATTEN - Sechs neue Namen stehen auf der Liste der CDU Hatten für die Kommunalwahl am 11. September: Dieter Dähne, Ines Kieselhorst, Ludger Richter, Wolfgang Martens, Stefan Rüdebusch und Johannes Lötschert haben sich entschlossen, für die Christdemokraten zu kandidieren. Bei einem Besuchstermin auf dem Hof der Familie Rüdebusch in Kirchhatten stellte die Union ihre Mannschaft für die Wahl vor – auch wenn Dähne, Kieselhorst, Richter, Detlef Wellmann und Norbert Marx-Marks an dem Treffen nicht teilnehmen konnten.

Einige der neuen Kandidaten haben die CDU-Mitglieder bei der Abstimmung über die Liste auf recht aussichtsreiche Plätze gebracht: Ludger Richter und Ines Kieselhorst stehen auf Platz sechs und sieben – keine schlechten Voraussetzung, wenn man die derzeitige Fraktionsstärke von acht Mitgliedern als Grundlage nimmt. Allerdings können die Wähler durch die Verteilung ihrer Stimmen auf die einzelnen Kandidaten deren Position noch beeinflussen. Auf viele persönliche Stimmen setzt auch bei dieser Wahl Gregor Holtrup, der wie 2006 den letzten Listenplatz für sich reklamierte.

Geht es nach der CDU, ist das Ergebnis der Wahl 2006 ohnehin kein Maßstab. Die Partei will stärkste Fraktion werden – auch das war allerdings schon 2006 das erklärte Ziel. Jens Büsselmann, 2006 als Bürgermeisterkandidat auf Platz 1 der Liste gesetzt, geht diesmal an Position 11 ins Rennen.

Stefan Rüdebusch stellte der Fraktion bei dem Vorstellungstermin auch die Biogasanlage auf dem Hof seiner Familie vor. Die Anlage wird von zwei Familien betrieben und hauptsächlich mit Mais von eigenem Land befüllt, berichtete Rüdebusch. Angesichts der Diskussion um Monokulturen hätten beide Familien auch schon testweise Rüben angebaut. Diese hätten sogar einen höheren Energiegehalt als Mais, müssten aber gewaschen werden. Zur wachsenden Kritik an Biogasanlagen sagte Rüdebusch: „Irgendwo muss der Strom herkommen, wer keine Atomkraftwerke will, muss sich damit beschäftigen.“ Von der Viehhaltung alleine hätte der Betrieb außerdem nicht zwei Generationen der Familie ernähren können so Rüdebusch – eine Situation, die es auf vielen Höfen gebe.