KIRCHHATTEN - „Wir kämpfen weiter für unseren Ministerpräsidenten David McAllister!“, rief Ansgar Focke am Freitagabend den CDU-Wahlkreismitgliedern auf deren Vollversammlung im Hotel „Zum deutschen Haus“ zu. Zuvor war Focke selbst erfolgreich: Der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Oldenburg-Land soll es bei der Landtagswahl richten: Die Mitglieder wählten ihn zum zweiten Mal in Folge zum Kandidaten für die im Januar 2013 bevorstehende Wahl.
Focke blieb, wie erwartet, ohne Gegenkandidaten. Während er vor der Landtagswahl 2008 noch mit Armin Köpke einen Mitbewerber schlagen musste, stand dieser nun als Wahlleiter vor der Versammlung. „Das ist das Tolle an der CDU im Landkreis Oldenburg: Aus Konkurrenten werden Freunde“, sagte Focke.
Wahlkampf eingeläutet
Bevor die 66 anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder zur geheimen Wahl in die Kabine gingen, empfahl sich der einzelne Kandidat seinen Mitgliedern. Im Bereich Bildung und Haushaltskonsolidierung zeigten sich, so der 30-Jährige, die Errungenschaften der CDU im Land Niedersachsen.
Gleichzeitig läutete Focke lautstark den Wahlkampf ein. Er machte deutlich, worin sich seiner Meinung nach die CDU von SPD, Grünen und Piraten unterscheidet. Grüne forderten beispielsweise Streichung von Religionslehrerstellen, die CDU hingegen sehe „das christliche Wählerpotenzial“ bei sich verwurzelt. Dies sollte man auch hervorstreichen. Focke versprach den Mitgliedern eine „solide Politik“.
Am Ende wählten ihn die Stimmberechtigten mit 96,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er bekam also 61 Stimmen, bei zwei Enthaltungen sowie zwei Gegenstimmen.
Gastredner Stratmann
Zu Gast war mit Lutz Stratmann der ehemalige niedersächsische Wissenschaftsminister. Er referierte über die neue medizinische Fakultät an der Oldenburger Universität, der „European Medical School“. Sie sei eine Chance fürs gesamte Oldenburger Land. Wohngrundstücke im Landkreis sowie Gewerbeflächen könnten längerfristig durch neue Studenten, Forscher und Firmen nachgefragt werden. Außerdem schließe sich im Bereich der Medizinerausbildung ein „weißer Fleck“ auf Deutschlands Karte.
