KIRCHHATTEN - Der kleine Raphael, gerade einmal 19 Monate alt, hatte es in der Hand: Gehalten von seinem Vater, griff er am Dienstagabend im Foyer des Rathauses in Kirchhatten in die Lostrommel und zog die fünf Gewinner einer kleinen Verlosung, die anlässlich des von der NWZ unterstützten Neubürgerempfanges veranstaltet wurde. Die drei Hauptgewinner werden am Sonntag, 28. September, vom Flugplatz Hatten aus zu einem Rundflug über ihre Heimatgemeinde starten: Katja Neugebauer, Martin Dorra und Manfred Neugebauer, alle drei aus Sandkrug. Gestiftet hat diese Rundflüge die Gemeinde Hatten. Je einen Weser-Ems-Schirm gewannen Gabriele Fastbinder und Andreas de Kok.
Dank mehrerer Hinweise von Bürgermeisterin Elke Szepanski, die gemeinsam mit ihren Amtsleitern Heike Kersting, Marianne Wentzel und Erhardt Rabe in einem interessanten Vortrag die Gemeinde vorstellte, fiel es den rund 100 anwesenden Neubürgern (1000, die in den vergangenen drei Jahren zugezogen sind, waren eingeladen worden) nicht schwer, die gestellte Frage nach der Einwohnerzahl Hattens zu beantworten: 14 556.
„Sie haben mit dem Wohnort Hatten die richtige Wahl getroffen“, zeigte sich Szepanski in ihrer Begrüßungsansprache selbstbewusst. „Sie leben und wohnen, wo andere Urlaub machen“, ergänzte sie und verwies auf die hochgerechnet fünf Millionen Bäume im Gemeindegebiet, auf fast 130 000 Übernachtungen, ein breites Kulturangebot, Künstler und Ateliers, das Russische Dorf, ein reges Vereinsleben, das Freizeitzentrum mit Freibad und Kletterwald, das Druckereimuseum, den kleinen Flugplatz, gute Zug- und Busanbindung an Oldenburg und Senioreneinrichtungen.
„Wir verstehen uns als Zeitung der Region“, erklärte Stefan Idel, Leiter der NWZ -Landkreisredaktion in Wildeshausen, und verwies auf die umfangreiche lokale Berichterstattung sowie das Online-Angebot mit Bilderstrecken und kleinen Filmbeiträgen.
Im weiteren Verlauf erfuhren die Gäste viel Wissenswertes über Hatten: die Zusammensetzung des Rates (Szepanski: „Haben häufig einstimmige Beschlüsse“), die Partnerstädte , die Organisationsstruktur der Verwaltung, die kulturellen Angebote (vom 1. bis 23. November die Kulturwochen), die geringe Finanzkraft (unter 420 niedersächsischen Gemeinden Rang 346), die Senkung der Pro-Kopf-Verschuldung auf 266 Euro Ende des Jahres, den Gewerbepark Sandkrug, in dem noch 120 000 Quadratmeter frei sind, die 575 Gästebetten, das große ehrenamtliche Engagement der Vereine, die Krippen, Kindergärten und Schulen, Bibliotheken, Volkshochschule, Sportstätten, Jugendhäuser, Bürgerservice-Büros, Zahlen aus dem Standesamt, Wahlen, das Einkaufsangebot, das neue Leitbild zur Ortsentwicklung sowie die Straßen und Wege.
Zum Abschluss blieb Zeit, sich bei einem Imbiss und Getränken zu stärken und mit den Amtsleitern und Mitbürgern ins Gespräch zu kommen.
