KIRCHHATTEN - Die Minimallösung fand die Zustimmung des Sozialausschusses. Der Bauhof soll die Arbeiten ausführen.
Von Stephan Onnen
KIRCHHATTEN - Nach einigem Hin und Her soll der Vorplatz des Rathauses in Kirchhatten nun doch behindertengerecht umgestaltet werden. Die dafür von der Gemeindeverwaltung vorgesehenen Mittel waren bei der Verabschiedung des Haushalts 2006 auf Antrag der CDU noch gestrichen worden, nun aber unterstützen auch die Christdemokraten diese Maßnahme. Der Sozialausschuss hat das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bei einer Enthaltung von Alfred Windeler (CDU) auf den Weg gebracht.Die Tatsache, dass die Mittel durch eine Kosteneinsparung beim geplanten Fahrstuhl-Einbau im Rathaus (siehe Info-Kasten) finanziert werden können, hat der CDU die Zustimmung erleichtert. Dennoch wähnte sich Heinz Priesmeyer (FDP) angesichts des Verhaltens der CDU auf einem „Tanzturnier in der Sparte Eiertanz“. Priesmeyer fand es „schade, dass das so laufen musste“. Er forderte die Gemeindeverwaltung auf, die Baumaßnahme „möglichst sofort“ nach dem am 22. Februar vorgesehenen Ratsbeschluss zu diesem Thema umzusetzen.
Wichtigste Maßnahme ist der teilweise Austausch des antiken Kopfsteinpflasters, das durch seine unterschiedlichen Fugenbreiten und Steinhöhen Stolpergefahren beinhaltet. Im fußläufigen Bereich vom Behindertenparkplatz bis zum Haupteingang soll es durch Klinkerpflaster ersetzt werden. Zudem ist geplant, einen zwei Meter breiten Klinkerteppich vom Gehweg an der Hauptstraße zum Eingang zu pflastern. Von einer zunächst vorgesehenen Verlegung des Brunnens, der den direkten Weg zum Eingang versperrt, ist bei dieser Minimallösung nun nicht mehr die Rede. Die Materialkosten kalkuliert die Gemeinde mit 7000 Euro. Die Ausführung der Pflasterarbeiten sollen vom Bauhof vorgenommen werden.
Elga Spille (FDP) regte an, auch Kontrast-Streifen für sehschwache Menschen auf das Pflaster aufzutragen. Dazu sagte Bürgermeister Helmut Hinrichs, bevor es an solche Details gehe, habe die Verwaltung das Ausschuss-Votum abwarten wollen.
Helmut Rothermund gab für den Senioren- und Behindertenbeirat zu bedenken, dass Klinkersteine fast immer glatt seien und daher keine wesentliche Verbesserung darstellen würden. Er schlug vor, den Zugang zum Rathaus-Haupteingang mit Bitumen auszugießen.
Fahrstuhl Mitte Mai betriebsbereit
