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Leuchtend und laut ins neue Jahr

Sandkrug - „Oooohhh“ und „Aaaahhh“ hört man in der Nacht zu diesem Sonntag wieder allerorts, wenn die Menschen das Jahr 2017 mit einem bunten Feuerwerk begrüßen. Doch man wird es nur von Menschen hören, die unmittelbar neben einem stehen, denn die Raketen und Böller werden um einiges lauter sein. Und damit das neue Jahr gebührend empfangen wird, haben die Hatter sich bereits am Donnerstag mit allerhand Raketen, Böller und Lichtbatterien eingedeckt.

Was für’s Auge

Es knallt und knistert schon laut, wenn man den Fair-Kauf-Sonderpostenmarkt in Sandkrug betritt. Ein Fernseher mitten im Laden zeigt, wie das Feuerwerk nach dem Anzünden verschiedener Produkte dann aussehen wird. Guter Service – so kauft man nicht die sprichwörtliche Katze im Sack. Der Trend geht eindeutig zu den bunt leuchtenden Feuerwerkskörpern. „Die klassischen China-Böller werden immer weniger gekauft“, sagt Gerold Osterthun, Inhaber des Marktes.

„Auch junge Leute wollen sich was angucken“, bestätigt Karsten Habben, stellvertretender Leiter vom Raiffeisenmarkt in Sandkrug, diese Tendenz. Beliebt seien sogenannte Batterien mit vielen „Schuss“ – nach dem Prinzip „Einmal anzünden, zurücklehnen, und zwei Minuten lang das Leuchten und Knallen genießen.“ Die haben dann so illustre Namen wie Goldrausch, Silver Fan, Roter Baron, Purple Wave oder auch Amboss, Rattlesnake und Böse Schwiegermutter.

Solche Feuerwerks-Batterien – oder „Bombetten“, wie Fair-Kauf-Mitinhaberin Edith Osterthun sie nennt – gibt es in den verschiedensten Ausführungen: Eine in der Größe von zwei Streichholzschachteln mit 25 Schuss für weniger als zwei Euro bis hin zu kiloschweren Paketen mit mehr als 100 Schuss. Teilweise sind sogar mehrere dieser Batterien aneinandergekoppelt.

Warnung vor Polen-Ware

Die größten können dann auch mal 100 Euro kosten. „Ja, soviel geben die Leute aus“, sagen sowohl Gerold Osterthun als auch Karsten Habben. Aber: „Es muss leuchten und knallen. Bei reinen Lichtfontänen, die nur knistern, fehlt den Leuten was“, weiß Habben.

Es gebe jedoch auch einen traurigen Trend, berichtet Habben: Polen-Ware. Davon rät der stellvertretende Marktleiter ab: „Das ist total gefährlich. Und wenn man erwischt wird, droht ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro.“

Strenge Auflagen

Auch die Geschäfte selbst haben Auflagen, die immer strenger werden, so Habben. Er dürfe nur Feuerwerk der Kategorien 1 (Kleinstfeuerwerke: Tischfeuerwerk, Wunderkerzen, Knallerbsen) oder und 2 (Kleinfeuerwerke ab 18 Jahre: Raketen, Batterien, Böller). Für die Kategorien 3 und 4 braucht man eine pyrotechnische Ausbildung, diese dürfen nicht einfach so verkauft werden. Außerdem dürfe er nur eine begrenzte Menge sprengstoffhaltiger Produkte im Verkaufsraum haben.

Dazu gibt es Kontrollen, wie man die Knallkörper lagert und präsentiert. Daher kommt auch der „Irrglaube, dass nicht genug da ist“. Zwar sind die Regale auch am ersten Verkauftag manchmal schon leer, werden aber ständig wieder aufgefüllt. „Wir haben ein Riesenlager“, sagt Osterthun und scherzt: „Wenn das hochgeht, haben wir ein Riesenloch in Sandkrug.“

Bleibt zu hoffen, dass stattdessen alle gewissenhaft mit den Feuerwerkskörpern umgehen und in der Neujahrsnacht nur begeisterte „Ooohhh“- und „Aaahh“-Rufe zu hören sind.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion
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