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Naturschutz: Freiwillige legen sich für seltene Kröte ins Zeug

23.02.2018

Munderloh Die Knoblauchkröte ist eine selten gewordene Art, die nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie streng geschützt ist. Die Kröten sind Spezialisten und leben den größten Teil des Jahres eingegraben in lockeren Sandböden. Zur Fortpflanzung benötigen sie allerdings fischfreie, besonnte Kleingewässer.

Initiiert vom Nabu (Naturschutzbund) Hatten hat Anfang des Jahres in Munderloh ein besonderes Artenschutzprojekt begonnen. Ziel ist es, zwei Kleingewässer in der ehemaligen Sandgrube Bookholt, die als Naturdenkmal unter Schutz steht, zu pflegen und als Laichhabitat herzurichten.

Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt: Neben dem Nabu und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg unterstützen auch Mitglieder des Bürgervereins Munderloh, der Bläsergruppe Dingstede und der Jägerschaft das Projekt, die bereits in der Vergangenheit Pflegemaßnahmen im Naturdenkmal durchgeführt hatten. Um wieder einen passenden Lebensraum für die Kröten zu schaffen, muss das Gehölz deutlich ausgedünnt werden. Außerdem ist eine Entschlammung der Tümpel und Teiche notwendig.

Zunächst wurden deshalb die größeren Bäume um die Gewässer und am Südrand der Heide entfernt. Im nächsten Schritt kümmerten sich gut ein Dutzend Freiwillige des Hegerings Hatten, der Bläsergruppe Dingstede, des Bürgervereins Munderloh sowie des Nabu gemeinsam um das Freilegen der Heideflächen.

„Nun ist der Weg frei, im Spätsommer auch die Gewässer zu bearbeiten und damit beste Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung der Knoblauchkröte zu schaffen. Dies soll mit Mitteln aus dem Ökokonto des Landkreises finanziert werden“, kündigt Pressesprecher Oliver Galeotti im Namen der Unteren Naturschutzbehörde an.

Die Experten verweisen auf weitere positive Nebeneffekte: Von den Pflegemaßnahmen könnten neben der Knoblauchkröte auch besondere Pflanzenvorkommen wie beispielsweise der Sonnentau, Froschlöffel oder Sumpfbärlapp profitieren – außerdem andere Amphibien wie der Kammmolch oder Laubfrosch sowie verschiedene Libellenarten.

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