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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hatten

WAHL: Ratsarbeit steht vor einem Neuanfang

09.09.2006

HATTEN Die Legislaturperiode war turbulent. Viele Wechsel musste die FDP verkraften; die UHL löste sich auf.

Von Stephan Onnen HATTEN - Die Wahl des neuen Bürgermeisters ist die eine (prestigeträchtige) Entscheidung, die am morgigen Sonntag im Mittelpunkt steht, die Wahl des neuen Gemeinderates ist die andere (bedeutsamere) Entscheidung. Schließlich bestimmt der Rat über die Zukunft der Gemeinde, der Bürgermeister ist zwar Mitglied des Rates, als Chef der Verwaltung im wesentlichen aber nur ausführendes Organ. Für die Parteien geht es daher um mehr als nur um die Bürgermeisterwahl: Die SPD will ihre Position als stärkste Fraktion, die sie seit 1986 inne hat, verteidigen und ausbauen. Dabei steht ihr Heiko Jünger als Stimmenmagnet vergangener Wahlen erstmals nicht mehr zur Verfügung – noch vor fünf Jahren hatte Jünger einen Löwenanteil am SPD-Erfolg gehabt, auch wenn er nach der Wahl sein Ratsmandat gar nicht erst antrat. Gelingt es Bürgermeisterkandidat Guido Zech als Nummer eins der SPD-Liste das Vakuum, das Jünger hinterlässt, auszufüllen?

Den Verlust einiger Zugpferde muss auch die CDU kompensieren. Mit Manfred Zemke und Alfred Windeler treten zwei Urgesteine nicht mehr an – ein anderes, CDU-Bürgermeisterkandidat Jens Büsselmann, will als Spitzenkandidat Stimmen für die Kandidatenliste ziehen und dazu beitragen, dass die CDU wieder über die 30-Prozent-Marke klettert. Ihre besten Ergebnisse in der Hatter Wahlgeschichte hatten die Christdemokraten 1981 mit 38,64 Prozent und 1952 gemeinsam mit der FDP (59,96 Prozent) erzielt.

Von der FDP hat sich die CDU in der zu Ende gehenden Legislaturperiode indes inhaltlich weit entfernt, zumindestens Stimmen-mäßig wollen sich die Liberalen den Christdemokraten wieder nähern: „Wir wollen zweitstärkste Kraft werden“, sagt FDP-Chef Niels-Christian Heins. Addiert man den 2001 errungenen Stimmenanteil der UHL, die 2004 13 Jahre nach ihrer Abspaltung in den Schoß der FDP zurückgekehrt ist, zum FDP-Ergebnis dazu, könnte die Rechnung aufgehen. Eine starke FDP hat in Hatten Tradition: Nach fünf Wahlen (1956 bis 1972) stellten die Freidemokraten jeweils die größte Fraktion im Rat. 1961 gab es sogar 54,14 Prozent für Blau-Gelb.

Ein Neuanfang im Rat erscheint notwendig – das hat die jetzige Legislaturperiode, die nicht als besonders ruhmreich in die Geschichte eingeht, gezeigt: Knackpunkt dürfte die gescheiterte Übertragung der Abwasserbeseitigungsanlagen an den OOWV gewesen sein, als Konsequenz löste sich die Mehrheitsgruppe aus CDU, FDP, UHL und Hans Wüst (Grüne) am 18. Juni 2004 auf. Seither fehlt dem Rat die Kraft, über wichtige Themen zu entscheiden.

Keine andere Fraktion musste so viele Wechsel wie die FDP verkraften: Helmuth Schierhold und Claudia Vogt gaben ihre Mandate ab, Herbert Engelmann wechselte zur SPD. Derweil sorgte die CDU mit einer vorübergehenden Spaltung ihrer Fraktion und einem bizarren Streit darüber, wer eigentlich für die CDU sprechen darf, für das kurioseste Kapitel dieser Ratsperiode.

Ein Fragezeichen steht hinter dem Abschneiden der Grünen – sie sind im Rat und im Wahlkampf kaum in Erscheinung getreten.

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