SANDHATTEN - SANDHATTEN/SO - Passend zum Wettbewerbsmotto „Unser Dorf hat Zukunft“ fiel der Empfang am Feuerwehrhaus aus: Unter den zahlreichen Sandhattern, die die Kommissionsmitglieder begrüßten, war auch Meike Burke mit ihren beiden kleinen Kindern. „Für Nachwuchs ist bei uns also gesorgt“, lachte Dieter Suhrkamp, der die Vorstellung des 900-Einwohner-Ortes übernahm. Sandhatten nahm gestern erstmals am Regionalentscheid Süd der dörflichen Schönheitskonkurrenz teil und hofft, von der mit Fachleuten gespickten Jury als eines von vier Dörfern für den Landeswettbewerb vorgeschlagen zu werden. Das Ergebnis wird heute in Cloppenburg bekannt gegeben.
Rolf Eilers war als 1. Kreisrat zum „Daumendrücken“ nach Sandhatten gekommen. Nach der 90-minütigen Bereisung des Ortes bescheinigte er Dieter Suhrkamp eine „sehr professionelle Präsentation“. Auch Bürgermeister Helmut Hinrichs zeigte sich „stolz auf Sandhatten“.
Suhrkamp verstand es, das Dorf mit Unterstützung von engagierten Sandhattern ins beste Licht zu rücken. Die Themenpalette reichte vom Strukturwandel in der Landwirtschaft über die Flurbereinigung bis hin zum stark ausgeprägten Gemeinschaftsgeist. Suhrkamp hob das charakteristische Wochenendhausgebiet mit seinen Übergängen zum allgemeinen Wohngebiet hervor. Er zeigte der Jury am Beispiel der Kunsttöpferei von Martin McWilliam, des „Ateliers 5“ von Maria-Anna Nordiek und Susann Gähde, anhand des Seniorenpflegeheimes und des Rutengänger-Zentrums von Rainer Müller nicht nur die Vielfalt Sandhattens, sondern auch gelungene Versuche, alten landwirtschaftlichen Gehöften eine neue Nutzung zu geben. Das hinterließ Eindruck: „Sie schaffen es angereichert mit Kunst und besonderen Produkten, den dörflichen Charakter zu erhalten“, attestierte Kommissionsleiter Jochen Gaul den Sandhattern.
Diese „besonderen Produkte“ lernte die Jury im Garten von Dieter Suhrkamp kennen: Antje Eickhorst kredenzte den Mitgliedern „Rieselbieselwein“ aus Johannisbeeren, Apfelsaft und Erdbeernektar. Kamerunschafzüchterin Gertrud Hennes hatte Lammrücken in Balsamsauce sowie gefüllte Teigtaschen mit Lammhackfleisch vorbereitet, und Peter Biel brachte die Gäste auf den Geschmack von Wurst aus Büffelfleisch und Mozzarella aus Büffelmilch. Von den kulinarischen Vorzügen Sandhattens und vom prachtvollen Garten war die Kommission angetan: „Das war für eine Verabschiedung optimal“, lobte Ministerialrat a. D. Jochen Gaul.
