SANDKRUG - Kinder standen im Mittelpunkt eines vorweihnachtlichen Gemeindefestes, das die ev.-luth. Kirchengemeinde Sandkrug am ersten Adventssonntag in der Kreuzkirche, im Albert-Schweitzer-Haus und in der Holzkirche gefeiert hat.
Schüler der Klasse 4 a der Sandkruger Grundschule führten zunächst im Familiengottesdienstes ein Theaterstück auf, das sie mit ihrer Klassenlehrerin Kerstin Heine einstudiert hatten. Darin ist ein kleiner Junge (gespielt vom neunjährigen Julian) auf der Suche nach Weihnachten. Ein Mädchen (gespielt von der zehnjährigen Maira) hört das und will ihm dabei helfen. Sie sehen Spuren und folgen ihnen. Diese führen sie nacheinander zu einem Weihnachtsmarkt, zu den Tannenbäumen, zu einem Kaufhaus und zum Spielzeugland (gespielt von Josefin, Jule, Mareike und Justin). Der Junge findet all diese Dinge schön, möchte jedoch weitergehen, denn er merkt: Weihnachten allein muss noch etwas anderes sein. Sie folgen einer weiteren Spur, die sie zu einem hellen Stern führt. Jetzt spüren sie, dass sie Weihnachten gefunden haben. Annika (9) erzählte ihre Version der Geschichte zu Ende: Der Stern führt in ein Haus zu einer aufgeschlagenen Bibel. Es ist die Weihnachtsgeschichte, die dort steht.
Auch beim anschließenden Basar waren neben dem Kreativkreis der Gemeinde, der ein Jahr lang fleißig war, auch Kinderhände zu erkennen. So haben die Jungen und Mädchen der Kinderkirche gebastelt, um zahlreiche nützliche Dinge zu haben, die für wohltätige Zwecke verkauft wurden (die NWZ berichtete). Außerdem haben sie im Foyer der Kirche eine Waffelbäckerei sowie ein Glühwein- und Punsch-Café aufgebaut. Auch an der Kuchen- und Torten-Theke halfen Kinder, für die Eltern und Verwandten die Lose zu ziehen und (bei etwas Glück) einige der über 500 Preise der Tombola in Empfang zu nehmen.
Etwas älter sind die Mitglieder der Jugendband „Rock & Pray“, die unter der Leitung von Sigrid und Andreas Leising am Nachmittag ein Konzert gegeben haben. Mit einer von Pastorin Kerstin Keßler gehaltenen Schlussandacht klang der Tag aus. Pastorin Kessler freute sich über diese lebendige Kirche und dankte allen Mitwirkenden sowie auch den Geschäftsleuten und Privatpersonen, die so viele Preise zur Verfügung gestellt hatten. Der erzielte Erlös ist jeweils zu einem Drittel für ein Gehörlosenprojekt in Lahan/Nepal, für die Sozialarbeit mit Straßenkindern in Riga/Lettland sowie für die Umgestaltung der Kreuzkirche bestimmt.
