SANDKRUG/LANDKREIS - Mit einem neuen System zur Fahrradcodierung will die Polizei Sandkrug Dieben künftig das Leben etwas schwerer machen. Die extrem schwer ablösbaren Aufkleber sind mit einer eindeutigen Nummer und einem Strichcode versehen, mit dem sich das Rad eindeutig seinem Besitzer zuordnen lässt. Am Freitagnachmittag wurde das System zum ersten Mal in Sandkrug eingesetzt.
Bürgermeisterin Elke Szepanski und ihre allgemeine Stellvertreterin Heike Kersting halfen beim Anbringen der ersten Aufkleber – und konnten sich gleich davon überzeugen, dass diese kaum wieder abzulösen sind. Die Polizei setzt die Aufkleber neuerdings statt einer Gravur der Räder ein. Die Methode ist im Gegensatz zur Gravur kostenlos für die Besitzer, sie werden lediglich um eine Spende gebeten.
Bereits seit einigen Monaten werden die Aufkleber von der Polizei im Landkreis eingesetzt. „An die 1000 Codierungen hat es seit Mitte Juni im Landkreis gegeben“, erklärt Polizeikommissarin Marita Leh. Den Dieben ihr Handwerk zu verleiden ist allerdings auch dringend nötig – die Fälle von Fahrraddiebstählen im Landkreis Oldenburg sprechen eine deutliche Sprache: „566 Fälle hat es alleine bis August im Landkreis Oldenburg gegeben“, sagt die Kommissarin.
In Sandkrug ist nach wie vor der Bahnhof der Brennpunkt, im vergangenen Halbjahr habe sich die Zahl der Diebstähle dort noch einmal spürbar erhöht. Sogar an Metallbügeln angeschlossene Räder seien nicht völlig sicher. In einigen Fällen sei es den Tätern gelungen, diese Bügel aus dem Boden zu reißen und die Schlösser abzustreifen.
Die Polizei geht davon aus, dass in zumindest in einigen Fällen Profis am Werk sind. „Die kommen mit dem Bully und laden gleich mehrere hochwertige Räder auf, die dann anderswo verkauft werden“, glaubt Oberkommissar Harald Brinkmann.
Auch in den kommenden Monaten will die Polizei Sandkrug immer wieder Termine für die Fahrradcodierung anbieten, besonders in den Frühlings- und Sommermonaten soll es regelmäßige Termine geben.
