Sandkrug - Zumindest bei einem Teil des Rates kam der Auftritt der Specht-Gruppe (Bremen) – einem der beiden Investoren, die in Sandkrug bzw. Streekermoor Pflegeeinrichtungen bauen und betreiben möchten – nicht so gut an. Der geschäftsführende Gesellschafter Rolf Specht tritt in einem Gespräch mit der NWZ jetzt dem Vorwurf entgegen, die Reha-Sportgemeinschaft Hatten werde möglicherweise nur instrumentalisiert.
„Unser Angebot ist ernst gemeint, weil wir uns ein offenes Haus wünschen und eine gute Symbiose entstehen sehen“, so Specht. Der Verein werde einen langfristigen Mietvertrag zu günstigen Konditionen erhalten, außerdem werde extra ein Schwingbogen in den künftigen Übungsraum eingebaut. „Das Schlimmste ist doch die Langeweile im Alter. Dagegen helfen Angebote wie diese“, erklärt der Geschäftsführer die die Motivation dahinter. Für das Projekt seiner Gruppe (63 Pflegeplätze plus separate Wohnungen) spricht nach Spechts Auffassung gerade die Nähe zu dem geplanten Neubaugebiet, in dem nach dem Willen des Rates junge Familien und Singles wohnen sollen. Gerade ein Durchmischen sei doch im Sinne eines Zusammenlebens sinnvoll, so Specht. Zu seinem Konzept gehöre, dass Menschen individuelle Wohnangebote im Alter erhielten – darunter auch Pflegeappartements mit bis zu 40 m² Größe.
Der Geschäftsführer sieht noch alle Chancen offen, auch wenn die Lindhorst-Gruppe (Winsen/Aller) als Käufer des Klänerhofes ein starkes Argument für ihr Projekt an der Bahnhofsallee (zusätzlich ca. 50 Plätze) in Händen hält.
Seine Gruppe habe allen Fraktionsvorsitzenden angeboten, für Fragen zur Verfügung zu stehen, so Specht. Auf der Homepage hatte das Bremer Unternehmen den Eindruck erweckt, schon den Zuschlag für eine Seniorenresidenz in Hatten bekommen zu haben. Da sei „etwas falsch rübergespielt worden“, bedauert der Geschäftsführer den falschen Eindruck. Man sei sich klar, dass der Hatter Rat das letzte Wort habe.
