SANDKRUG/STREEKERMOOR - SANDKRUG/STREEKERMOOR/PB - Am Freitagabend und am Sonntagnachmittag gab es im Saal des Gesellschaftshauses Ripken in Streekermoor jeweils „ein volles Haus“. Die Verantwortlichen des Sandkruger Ort- und Bürgervereins mit Rolf Tönnies an der Spitze freuten sich, dass der „Umzug“ vom geschlossenen „Gasthof Sandkrug“, in dem die „Spaaßmaker“ aus Großenkneten schon siebenmal aufgetreten waren, so reibungslos vonstatten gegangen ist. Der plattdeutsche Schwank in drei Akten „Een Matjes singt nich’ mehr“ war den „Spaaßmakern“ wie auf den Leib geschrieben, so dass die Schauspielertruppe um Späälbaas Detmar Dirks ihr Publikum sehr schnell begeistern konnte. Applaus und Lachen begleiteten das ganze Stück beinahe im Minutentakt.

Der Dreiakter beschreibt die Situation von Hans-Otto Semmelhack (gespielt von Erich Melle), der als 50-Jähriger endlich in den Stand der Ehe treten will. Gudrun Sander (Marlies Abel), die Tochter seines Chefs Oskar Schuppenhauer (Heiner Reineberg), hat ihn an der Angel. Sie zeigt sich indes äußerst gefühlskalt und ist auch für „Hansis“ Mutter Paula (Hanna Tschorr) nicht die erste Wahl. Auch wenn sich die Begeisterung über seinen zukünftigen Schwiegersohn für Fischhändler Schuppenhauer zunächst noch in Grenzen hält, kann sich dessen Ehefrau Dora (Linda Hibbeler) für „Hansi“ wegen seiner ausgeprägten männlichen Erscheinung schon erwärmen. Aber auch der singende und trinkende Klempner (Ingo Melle) hat es ihr angetan.

Nach durchzechter Nacht zum Abschied seines Junggesellendaseins findet Semmelhack das junge Mädchen Dele (Birte Saalfeld) im Nachthemd auf dem Sofa vor. Mit ihr, einem vermeintlichen Butler (Ralf Martens) und dem Detektiv spielenden Zeitungsreporter Rudi Lehmkuhl (Hendrik Deters) baut Mutter Paula ein verwirrendes und amüsantes Szenario auf, mit dem die Hochzeitsvorbereitungen einfallsreich sabotiert werden. In der Schlussszene klärt sich dann auch die Herkunft von Dele, die ihrem Vater freudig um den Hals fällt.