SANDKRUG - „Wir als Politiker stellen immer wieder fest, dass wir zunehmend von Bürgern auf Kriminalität angesprochen werden“, sagte Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze bei einem Treffen zwischen der Sandkruger Polizei und der CDU, die das Thema Sicherheit in der Gemeinde auch im Rahmen der nächsten Sitzung des Sozial-, Ordnungs- und Jugendausschusses am 8. November ansprechen will. Schulze sprach bei dem Treffen von einer „gefühlten Zunahme von Einbrüchen und Vandalismus“. Diese Sorgen seien aber „unbegründet, auch wenn das subjektive Sicherheitsgefühl vielleicht ein anderes ist“, meinte Heinz Schevel, Leiter des Wildeshauser Kommissariats.
Das Kriminalitätsgeschehen sei „überhaupt nicht auffällig“, erklärte Eckhart Stapel, Dienststellenleiter in Sandkrug. Es gebe keine Auffälligkeiten, keine Schwankungen nach oben oder unten in den vergangenen Jahren. „Was in Oldenburg, Delmenhorst oder Bremen gang und gäbe ist, ist hier die absolute Ausnahme“, sagte Harald Brinkmann.
Es gebe allerdings punktuelle Schwerpunkte, erklärte Schevel und nannte als Beispiel die Nacht vom 2. auf den 3. August, als mehrere Jugendliche den letzten Ferientag zu zahlreichen Straftaten nutzten. „Ferienzeit ist Unfugzeit“, meinte Stapel, der daher mit seinen Kollegen und in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt regelmäßig in den Ferien die einschlägigen Plätze kontrolliert. Neben Spielplätzen sei natürlich der Bahnhof ein Brennpunkt, so Peter Oeljeschläger, einer der vier Polizisten in Sandkrug.
Die Station sei personell „ganz gut ausgestattet“, so Schevel, eine Reduzierung „derzeit nicht angedacht“. Auch technisch sei die Station „bestmöglich ausgerüstet“, so Brinkmann. „Die Station in Sandkrug genießt einen guten Ruf. Hier wird Bürgernähe groß geschrieben“, so Schevel.
Insgesamt läge die Aufklärungsquote bei „deutlich über 50 Prozent“, sagte Schevel, das sei „ein sehr guter Wert“. Ein Hauptproblem sei die Zahl der Fahrraddiebstähle. Stapel: „Die wollen wir durch verstärktes Kontrollieren zurückschrauben.“ Es habe zuletzt mehrere Erfolge gegeben. Das spreche sich herum und trage dazu bei, dass die Zahl der Delikte sinkt.
„Insgesamt leben wir hier aber in einem ruhigen Bereich“, sagte Stapel und fügte hinzu: „Jede Straftat ist eine zuviel, aber in unserer Gemeinde kann man gut und sicher leben.“
