Streekermoor - Edith Wieschollek, Landfrau aus Streekermoor, schneidert zurzeit mit Unterstützung anderer Frauen fleißig Gesichtsmasken. Der Landfrauenverein Streek, dem sie angehört, hat sich dafür entschieden, auf diese Weise Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheime – als Spende u.a. für die Seniorenwohnanlage in der Bad-Sulza-Straße und das Gut Sannum – zu unterstützen.

Die Aktion ist eine Alternative zu dem ursprünglich geplanten Veranstaltungsprogramm, das wegen der Corona-Krise ausfallen muss. Davon betroffen sind im Mai eine Fahrradtour und eine Draisinenfahrt in Westerstede, wie Schriftführerin Julia Addicks mitteilt.

Edith Wieschollek ist gelernte Schneiderin, genügend Baumwollstoffe hat sie zur Verfügung – in allen Farben und Mustern. Das Problem sind eher die Gummibänder. Die sind derzeit Mangelware, sagt sie.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin hat seine anfangs ablehnende Haltung zu selbstgemachten Gesichtsmasken aufgegeben. Sie könnten zwar den Träger selbst nicht vor einer Ansteckung schützen, aber dafür andere Personen, falls der Träger bereits infiziert sein sollte, so die neue Position der Experten. Mit ihrer Aktion liegen die Streeker Landfrauen voll im Trend. Die Stadt Oldenburg hat beispielsweise alle Landfrauen im Landkreis um Mithilfe beim Nähen der Mund-Nasen-Masken gebeten. Diese sollen u.a. an Rettungsdienste verteilt werden. Das Material und die Anleitungen für die Mund-Nase-Masken werden gestellt.

Ansprechpartnerin für den Landfrauenverein Kirchhatten ist Thea Oltmann, t 04482 1632. „Gerne dürfen sich weitere interessierte Näherinnen melden“, so Oltmann. Die medizinischen Dienste der Stadt Oldenburg versorgen auch die Bewohner des Landkreises.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten