Hatten - Post von Sarah Bramlage und Janine Devers bekommen demnächst 1000 zufällig ausgewählte Menschen in der Gemeinde, die älter als 65 Jahre sind. Die beiden Gerontologie-Studentinnen an der Universität Vechta kooperieren für ihre Abschlussarbeit mit der Gemeinde Hatten. Entstanden sei die Idee aus dem Antrag der CDU, einen Gemeindealtenplan aufzustellen, erklärt Bürgermeisterin Elke Szepanski. Nach zahlreichen Gesprächen mit dem Beirat für Senioren und Behinderte wurde das konkrete Konzept der CDU zwar verworfen, die Gemeinde will sich aber mit verschiedenen Aspekten beschäftigen, die ältere Mitbürger in der Gemeinde betreffen. Antje Gadeberg, die den Senioren- und Behindertenbeirat von Seiten der Verwaltung unterstützt, stellte den Kontakt zur Uni Vechta her.

Die beiden Studentinnen entwickelten daraufhin einen achtseitigen Fragebogen. Anonym werden Daten zur familiären Situation und zum Freizeitverhalten älterer Mitbürger erfragt. Sich bei der Planung für ältere Mitbürger nur auf den Bereich Pflege zu beschränken sei zu kurz gedacht, begründen Bramlage und Devers ihre Entscheidung, das Thema Freizeit in den Mittelpunkt zu stellen.

Während der Pflegebereich gerade in der Gemeinde Hatten schon recht gut abgedeckt sei, gebe es zum Freizeitbereich wenige konkrete Daten und Erfahrungen. „Wir wollen wissen ob Angebote fehlen, oder ob die Angebote vielleicht da sind, die Menschen sie aber nicht erreichen oder nicht von ihnen wissen“, erläutert Sarah Bramlage. Dafür wird bei der Auswertung auch der Wohnort berücksichtigt.

Je nachdem ob die Teilnehmer in den eher städtisch geprägten Gemeindeteilen oder eher dörflich wohnen, würden sich unterschiedliche Ergebnisse zeigen, vermutet Bürgermeisterin Elke Szepanski.

Ziel der Untersuchung soll es sein, Handlungsempfehlungen zu geben, anhand derer die Gemeinde ihr Angebot für ältere Mitbürger verbessern kann. Sie hoffe, dass möglichst viele der Bürgerinnen und Bürger den Fragebogen ausfüllen und zurückschicken, sagte die Bürgermeisterin. Daraus werde sich für die Verwaltung sicher eine Menge Ansatzpunkte für Verbesserungen ergeben. Seien diese bearbeitet, könnten weitere Aspekte bearbeitet werden, etwa der Bereich „Wohnen im Alter“.

Vorerst gilt es aber, den Fragebogen zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bekommen. Beim Versand bekamen Sarah Bramlage und Janine Devers am Donnerstag tatkräftige Unterstützung von Mitgliedern des Senioren- und Behindertenbeirates.